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Spielplatz Danziger Straße: Startschuss für Neugestaltung



Salzgitter

Spielplatz Danziger Straße: Startschuss für Neugestaltung

von Anke Donner


Die Neugestaltung des Spielplatzes Danziger Straße hat begonnen. Trotz Nebel und Kälte waren die Kita- und Grundschulkinder begeistert: Mit kleinen Spaten stießen sie auf dem Spielplatz an der Danziger Straße in Steterburg in den Sandboden. Fotos: Karliczek
Die Neugestaltung des Spielplatzes Danziger Straße hat begonnen. Trotz Nebel und Kälte waren die Kita- und Grundschulkinder begeistert: Mit kleinen Spaten stießen sie auf dem Spielplatz an der Danziger Straße in Steterburg in den Sandboden. Fotos: Karliczek

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Salzgitter. Der Spielplatz an der Danziger Straße soll attraktiver gestaltet werden. So sieht es das im Jahr 2014 erstellte Integrierte Handlungskonzept vor. Nun fiel mit dem ersten Spatenstich der Startschuss für die umfangreichen Baumaßnahmen, die Stadtbaurat Michael Tacke als eine der wichtigsten im Rahmen des Projekts "Soziale Stadt" bezeichnete.



Der alte Spielplatz habe nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen, so Tacke. Hier soll nun eine Spiel-Erlebniswelt entstehen, in der die Kinder an Geräten spielen können, die den aktuellen Ansprüchen genügen. Die Ideen der Kinder seien in die Planungen eingeflossen, erklärt Tacke. "Wenn jemand in ein Vorhaben einbezogen wird, dann pflegt er diesen Ort auch und hat eine persönliche Beziehung dazu", so Tacke.

Finanziert wird die Maßnahme über die Städtebauförderungs-Maßnahme "Soziale Stadt", die sich aus Mitteln von Land, Bund und Kommune zusammensetzt. Insgesamt kostet die Spielplatz-Sanierung 380.000 Euro, der städtische Anteil beträgt 126.00 Euro.


Der Spielplatz soll Anfang 2019 fertig sein. Erste Arbeiten haben bereits begonnen. Tag genau könne man aber nicht sagen, wann alles fertig sein wird. Man sei hier auch von den Witterungsverhältnissen abhängig, betont Tacke. "Wir sind aber optimistisch, dass wir aufgrund der milden Winter, die wir in der Vergangenheit hatten, wirklich auch zügig durchkommen", hofft Michael Tacke.

Die Kinder freuen sich riesig darüber, dass auf der 4.000 Quadratmeter großen Fläche ein toller Spielplatz entstehen soll. Da sich die Kinder als Thema für die Stadt Danzig mit "Ostsee, Strand, Meer und Urlaub" entschieden habe, werden auch die Spielgeräte entsprechend gestaltet. So werde es beispielsweise ein großes Schiff mit vielen Möglichkeiten geben, aber auch Sandbereiche und ein grünes Klassenzimmer.

Gemeinsam geplant



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Die ersten Arbeiten laufen schon. Foto:



Experten bei diesem Projekt sind die Kinder Steterburgs. Mit drei Beteiligungsaktionen erhielten im ersten Halbjahr 2018 viele Kinder (aus den Familienzentren St. Bernward und Stiftsmäuse sowie der Grundschule) und Erwachsene (unter anderem die Anwohnerinnen und Anwohner) die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. Beteiligt wurden auch die Orts- und Ratspolitik sowie der Beirat für Menschen mit Behinderung.

Das Büro "Spalink-Sievers" hat in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und dem Referat für Stadtumbau und Soziale Stadt diese Beteiligungsaktionen umgesetzt.

Der Beirat für Menschen mit Behinderung wurde in die Planung eingebunden, um die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderung in die Spielplatzplanung einfließen zu lassen. Gemeinsam wurden verschiedene Punkte besprochen, die mit der vorliegenden Planung umgesetzt werden sollen. Sie sollen nicht allein dem Inklusionsgedanken dienen, sondern insgesamt eine zukunftsfähige Gestaltung des Spielplatzes sicherstellen: Als ganz wichtiges Element wird die Barrierefreiheit der Zuwegung sichergestellt.

Zudem sollen einige Spielgeräte wie zum Beispiel eine Schaukel und eine Wippe explizit von Menschen mit Behinderung genutzt werden können. Darüber hinaus werden verschiedene rollstuhlgerechte Bank-Tisch-Kombinationen errichtet.

Beteiligungsprozess soll weitergehen


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Die kleinen Spielplatz-Planer sollen auch weiterhin einbezogen werden. Foto:



Im Hangbereichsoll ein grünes Klassenzimmer errichtet, das auch zum Außenunterricht der Schule genutzt werden kann. Weiterhin wurde die Zuwegesituation neu überdacht und soll zukünftig besser angelegt sein. Auch wurde besprochen, keine Beleuchtung zu installieren (für einen Kinderspielplatz sei dies nicht notwendig), um nicht einen nächtlichen Treffpunkt zu schaffen.

"Das Besondere an diesem Spielplatz ist, dass die gute Lage. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Kinder sich beteiligt haben. Ich habe gemerkt, dass hier eine positive Aufbruchstimmung herrscht und dass man hier etwas tun möchte für Kinder. Bessere Bedingungen können wir gar nicht haben. Und dadurch, dass es ein Fördergebiet ist, ist auch die Finanzierung nicht so problematisch, wie sonst in den Gemeinden. So konnten wir einen richtig tollen Familien-Spielplatz planen", freut sich Johanna Sievers vom Architektur-Büro „Spalink-Sievers“ aus Hannover. Die Kinder sollen auch während der Bauarbeiten weiter einbezogen werden. So sei laut Sievers geplant, regelmäßig über die Fortschritte zu informieren und Baustellenbesichtigungen anzubieten.

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