Braunschweig. Im niedersächsischen Zweitliga-Fußball dürfte keine Partie so sehr herbeigefiebert werden wie diese: das traditionsreiche Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96. Diesen Sonntag ist es endlich zum ersten Mal in dieser Saison so weit: Die Blau-Gelben empfangen die Roten im Stadion an der Hamburger Straße (Anstoß: 13.30 Uhr). Neben dem, was auf dem grünen Rasen passiert, haben Beobachter natürlich auch immer das Geschehen abseits des Spielfeldes im Blick. Was hat sich die aktive Fanszene diesmal einfallen lassen? Ein Programmpunkt steht jedenfalls schon mal fest: ein Sonntagsspaziergang der besonderen Art.
Cattiva Brunsviga hat zum Derby-Marsch aufgerufen. Laut einem Flyer, der auf der Homepage der Ultragruppe zu sehen ist, will Cattiva zunächst am Samstag beim Abschlusstraining der Eintracht Präsenz zeigen (Treffen um 11 Uhr am Fanhaus). Am Sonntag lädt die Gruppierung dann zum "Derby-Marsch" ein. Los geht es am TU-Campus in der Pockelstraße um 10.45 Uhr.
Einschränkungen rund um das Stadion
Zu Fuß zum Stadion zu gehen, dürfte ohnehin eine gute Alternative zum Auto sein. Am Sonntag ist schließlich rund um die Hamburger Straße mit Verkehrseinschränkungen und Sperrungen zu rechnen. Die Aktivitäten der Fanszenen aus Braunschweig und Hannover wird derweil auch die Polizei wohl genau im Blick haben. Vorsorglich hatte die Bundespolizei im Vorfeld eine Allgemeinverfügung rund um das Derby erlassen, wonach das Mitführen unter anderem von Pyrotechnik und Vermummungsgegenständen in Zügen und an Bahnhöfen verboten ist.
"Derby mit extremer Stimmung"
Eintracht-Coach Lars Kornetka weiß natürlich auch um die Besonderheit des Duells mit den Landeshauptstädtern. Auf der Abschluss-Pressekonferenz sagt der Trainer der Blau-Gelben: "Es ist ein Derby mit einer extremen Stimmung im Umfeld. Was aber wichtig ist, dass wir diese Energie in die richtige Bahn lenken, dass es einen powervollen Auftritt von uns gibt, dass wir in allen Bereichen Energie auf den Platz laden. Das ist das, was wir mit der Mannschaft besprochen haben. Was dazukommt, ist natürlich, dass es vom Umfeld und von den Rängen eine explosivere Stimmung geben kann als in einem anderen Spiel. Das ist auch etwas, das wir einordnen und mit den Jungs besprechen."

