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Ermittlungen nach Tod des Küsterin-Mörders eingestellt



Goslar

Ermittlungen nach Tod des Küsterin-Mörders eingestellt

von Anke Donner


Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat die Ermittlungen zu den Todesumständen von Siegfried C. eingestellt.Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig/Braunlage. Im August 2013 wurde Siegfried C. wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Noch während des neuen Prozesses starb der Angeklagte (regionalHeute.de berichtete). Die von der Staatsanwaltschaft Braunschweig aufgenommen Ermittlungen zu den Todesumständen wurden nun eingestellt.

Siegfried C. starb am 30. Januar infolge einer Vergiftung im Klinikum Wolfenbüttel, nachdem er zuvor offenbar Putzmittel in der JVA Wolfenbüttel schluckte. Kurz drauf wurden von der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Geklärt werden sollte, wie der Mann an die giftigen Putzmittel gekommen ist. Nun gab Pressesprecherin Julia Meyer auf Nachfrage bekannt, dass das Verfahren eingestellt wurde. "Die Ermittlungen in der Todessache haben keine Hinweise auf ein Verschulden Dritter wie Inhaftierte oder Bedienstete der JVA ergeben. Das Verfahren ist daraufhin eingestellt worden", heißt es aus der Staatsanwaltschaft Braunschweig.


Schon kurz nach dem Bekanntwerden der Vergiftung des Angeklagten, ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich der 56-Jährige die Verätzungen selber zugefügt hatte. Einen ernsthaften Suizidversuch sah man jedoch nicht. Eher tat sich der Verdacht auf, Siegfried C. nahm die Mittel um den Prozess zu verzögern. Verteidiger Michael Hoppe schloss nicht aus, dass der Mann in suizidaler Absicht gehandelt hatte. Offen blieb jedoch die Frage, wie Siegfried C. an die Mittel gekommen war. Auch die Befragung eines JVA-Beamten konnte zum damaligen Zeitpunkt keinen Aufschluss geben.

Der Mord an der Braunlager Küsterin und zehnfachen Mutter Elke C. hatte im November 2012 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Siegfreid C. schoss seiner damals 48-jährigen Ehefrau aus unmittelbarer Nähe in den Hinterkopf. Besonders tragisch: Zwei seiner Kinder mussten beim beseitigen der Spuren und der Leiche ihrer Mutter helfen. Der Mann wurde vor dem Braunschweiger Landgericht zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

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