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Stadt Peine prüft Umsetzbarkeit neuer Energiekonzepte

von Alexander Panknin


Symbolfoto: Alec Pein
Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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30.05.2017

Peine. Bei der Stadtverwaltung sind am 4. Oktober 2016 zwei Anträge der CDU-Stadtratsfraktion zur Umsetzung eines energieautarken Baugebiets eingegangen. Die dort aufgeführten Fragen wurden durch die Stadtwerke und die Stadtverwaltung Peine nun beantwortet. Weiterhin sollte eine Möglichkeit zur Anbindung von Elektroladestationen an das Straßenbeleuchtungsnetz gefunden werden.


Zur Bewertung eines energieautarken Neubaugebiets wurden in diesem Zuge die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der potenziellerMaßnahmen anhand eines Musterbaugebietes, vergleichbar mit dem aktuellen Neubaugebiet in Vöhrum „Nördlich Hainwaldweg“, betrachtet.

Die erste Untersuchung ergab einen positiven Eindruck:
Vorausgesetzt, die Begrifflichkeit „Energieautark“ wird mit „Klimabilanzneutral“ gleichgesetzt und um die Zuführung von klimabilanziell neutralen Medien (zum Beispiel „Ökostrom“) erweitert, ist es technisch ohne Probleme möglich, ein energieautarkes Neubaugebiet einzurichten. Auch die bauplanungsrechtlichen Instrumente wären vorhanden, bedeuten jedoch immer eine Einschränkung der freien Planung und eingeschränkte Verfügung über das eigene Grundstück/Gebäude. Rein bilanziell ist es bereits heute kein Problem, mit entsprechend großem finanziellen Mitteleinsatz Nullenergiehäuser oder sogar Plusenergiehäuser zu errichten. Auch hier würden entsprechende Planungsinstrumente und Möglichkeiten in der Grundstücksvermarktung vorliegen, um Gebäude mit einem bestimmten Standard vorzuschreiben.

Gleichwohl sei das Thema energieeffiziente Wärmeversorgung insbesondere im Bereich der älteren Bestandsquartiere ebenso vonInteresse, da hier oft ein erhebliches Potenzial vorhanden sei, so die Verwaltung.

Ausbau von Ladestationen


Ein effizienter Ausbau der Ladeinfrastruktur könne nur erfolgen, wenn Investitionen gering gehalten und Ladestandorte optimal an den Bedarf der Kunden angepasst werden würden. Denn: höhere Ladeleistungen, erforderten auch höhere spezifische Investitionen je Ladepunkt. Je nach Verweildauer des Fahrzeuges am Ladepunkt, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die eingesetzten Ladesysteme. Ideale Ladestandorte sind also dort zu finden, wo das Elektrofahrzeug regelmäßig längere Standzeiten hat:Zuhause oder am Arbeitsplatz.

Für das laufende Jahr wollen sich die Stadtwerke Peine deshalb auf die Entwicklung eines maßgeschneiderten Produktes zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Privat- und Gewerbekunden konzentrieren. Etwaige Einstiegshürden zur Anschaffung von E-Mobilen sollen so verringert und die klimaschonende Mobilität in der Region weiter gestärkt werden.

Flankierend könnten zukünftig an strategisch sinnvollen Stellen Stromtankstellen mit Schnellladesystemen eingerichtet werden, soweit eine entsprechende Nachfrage existiert. Neben der geringen Nachfrage stelleallerdings die Normung des Ladesystems von Schnelllademöglichkeiten ein weiteres Hemmnis für dessen breite Errichtung dar. Die in Deutschland gültige Ladesäulenverordnung stellt zwar an die Ladesäule die Mindestanforderung einen Ladepunkt mit Kupplungen des Typs Combo 2 (Gleichstrom) oder Typ 2 (Wechselstrom) auszustatten, allerdings setzen beispielsweise einige Automobilhersteller weiterhin auf eine CHAdeMO-Steckerlösung. Diese ist im Rahmen der ISO-Normung ebenfalls als Ladestandard international anerkannt. Eine zukunftssichere Einrichtung, mit allen Ladesystemen, seientsprechend teuer und stelle keine effiziente Lösung zur Unterstützung des Ausbaus von Elektromobilität dar.


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