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Stadt spricht sich für einen Ausbau der A2 auf acht Spuren aus

von Frederick Becker


Symbolfoto: Thorsten Raedlein
Symbolfoto: Thorsten Raedlein Foto: regionalHeute.de

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17.01.2017

Peine. Die Stadt Peine schließt sich dem Wunsch der rot-grünen Landesregierung nach einem Ausbau der Autobahn 2 (A2) in Niedersachsen an.



"Ausgehend von einem derzeitigen Verkehrsaufkommen auf der A2 von etwa 100.000 Kraftfahrzeugen pro Tag bei Hannover und circa 80.000 Kraftfahrzeugen bei Braunschweig ist eine Überlastung dieser am meisten befahrenen deutschen Autobahn bereits festzustellen", meint Stadtsprecherin Petra Neumann zu Begründung." Die zunehmende Anzahl an Staus und schweren Unfällen, auch im Bereich der Stadt Peine, ist allseits bekannt." Die wünschenswerte Verlagerung von Verkehr auf das Schienen- oder Wasserstraßennetz sei in den zurückliegenden Jahren nicht mit hinreichendem Nachdruck verfolgt worden.

"Der stetig zunehmende Internetversandhandel und die wachsende Begehrlichkeit nach einem Expressguthandel werden dazu beitragen, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge auf der A2 noch spürbar verstärken wird", erklärt Neumann.

"Es droht die weitere Versiegelung von Flächen"


Der achtspurige Ausbau der Autobahn, sei wegen der umfangreichen weiteren Versiegelung von Flächen aus umweltpolitischen Erwägungen nicht zu befürworten ist, werde sich allerdings nicht aufhalten lassen. "Es wäre daher aus Sicht der Stadt Peine und der auf ihrem Gebiet liegenden Umgehungsstraßen sinnvoll, auch den Bereich zwischen Hannover und Braunschweig entsprechend auszubauen."

Im Hinblick auf die Peiner Wirtschaft meint Neumann: "Für den Standort Peine sind leistungsfähige und sichere Verbindungen für sämtliche Verkehrsarten von erheblicher Bedeutung. Insofern wäre auch ein Ausbau der A2 natürlich ein weiterer Standortvorteil bei der zukünftigen Ansiedlung von Gewerbebetrieben."

Der Kreis prüft den Sachverhalt derzeit noch


Laut Kreissprecher Henrik Kühn habe sich die Kreisverwaltung zu dem Ausbauprojekt "noch keine abschließende Meinung" gebildet. "Es gibt viele Aspekte zu prüfen etwa Naturschutzbelange."
Der Bundesverkehrswegeplan, der den Bundestag im vergangenen Monat passierte, sieht übrigens keinen A2-Ausbau vor.


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