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Steigende rechte Straftaten: Braunschweig mit „Spitzenplatz"



Braunschweig

Steigende rechte Straftaten: Braunschweig mit „Spitzenplatz"


Bündnis-Pressesprecher David Janzen. Foto: Sina Rühland
Bündnis-Pressesprecher David Janzen. Foto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Braunschweig. Mit 126 polizeilich registrierten rechten Straftaten, davon 19 Gewalttaten, steht Braunschweig im Vergleich zu anderen Orten in Niedersachsen an der Spitze der Statistik. David Janzen, Sprecher des Bündnis gegen Rechts, nimmt diesbezüglich Stellung:



Nie gab es in den letzten 10 Jahren in Braunschweig so viele polizeilich registrierte rechte Straf- und Gewalttaten in Braunschweig wie im letzten Jahr. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Vor allem die schon vor zwei Jahren sprunghaft angestiegene hohe Zahl rechter Gewalttaten sollte Anlass zur Sorge geben.

Der brutale Angriff eines Anhängers der NPD-Jugend auf zwei Schüler des Gymnasiums Neue Oberschule Anfang letzten Jahres, aber auch die Hakenkreuze auf 'Stolpersteine' und die rechten Schmierereien an der KZ-Gedenkstätte Schillstrasse haben im letzten Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Auch wenn die organisierte rechte Szene in der Stadt eher überschaubar ist, stellen wir hier ein zunehmend aggressiveres Auftreten fest. Angst und Sorge macht uns aber vor allem die zunehmende Radikalisierung eines Teils der 'Mitte' der Gesellschaft: Vorurteile und Hass gegen Flüchtlinge, Muslime und Migrant*innen, aber auch gegen Medien, Politiker*innen und Menschen, die sich für Flüchtlinge oder gegen Rassismus und Neonazis engagieren, sind leider fast schon Normalität in unserer Gesellschaft.

Menschen, die von rechten Bedrohungen und Gewalt betroffen sind, brauchen unsere Solidarität und Unterstützung. Wir hoffen deshalb, dass die von der Landesregierung schon seit längerem angekündigte unabhängige Beratungsstelle für Betroffene rechter, antisemitischer und rassistischer Gewalt bald ihre Arbeit aufnehmen kann. Als Bündnis gegen Rechts werden wir eng mit der Beratungsstelle kooperieren und hier vor Ort ein entsprechendes Netzwerk zur Unterstützung von Betroffenen rechter Gewalt aufbauen.


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