Steinmeier hofft bei Klimaschutz auf technologische Innovationen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes hingewiesen.

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Frank-Walter Steinmeier (Archiv)
Frank-Walter Steinmeier (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Aachen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes hingewiesen. Er sagte am Sonntag bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2026 in Aachen, dass das vergangene Jahrzehnt politisch bewegt gewesen sei und die Aufmerksamkeit für Umwelt- und Klimaschutzthemen geschwankt habe. Angesichts der aktuellen Sorgen um "Stabilität und Sicherheit" seien diese Themen bei vielen Menschen "in den Hintergrund getreten", obwohl die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher spürbar seien.


Steinmeier verwies auf die extremen Wetterereignisse des vergangenen Sommers, bei denen in Europa und weltweit Temperaturrekorde gebrochen wurden. "Die französische Atlantikküste stand lichterloh in Flammen, während gleichzeitig die Alpengletscher sich immer weiter zurückziehen, die Felder verdorrten, die Flussbetten austrockneten, Schifffahrt auch auf unseren großen Flüssen kaum noch möglich war." Besonders betroffen seien die verletzlichen Gruppen der Gesellschaft, wie Kranke und alte Menschen, mit 16.000 zusätzlichen Sterbefällen in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut. Die wirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf zweistellige Milliardenbeträge.

Der Bundespräsident rief dazu auf, die Erderwärmung durch die Reduzierung von Treibhausgasen und den Schutz natürlicher Ressourcen zu bekämpfen. Er zeigte sich optimistisch, dass technologischer Fortschritt neue Chancen biete, um die Herausforderungen zu bewältigen. Steinmeier hob die Bedeutung von Recycling-Methoden, der Dekarbonisierung der Bauwirtschaft und Industrie sowie juristischen Instrumenten hervor, die "unser Rechtsstaat zur Verfügung" stelle.

Der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergebene Preis geht in diesem Jahr an die Hamburger Umweltjuristin Roda Verheyen und an den Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul aus Roetgen bei Aachen.