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Sternschnuppen der Lyriden: Frühaufsteher haben die besten Chancen



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Sternschnuppen der Lyriden: Frühaufsteher haben die besten Chancen

Am Freitagmorgen kurz nach 5 Uhr kann man das Spektakel am Himmel am besten beobachten.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: pixabay

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Region. In diesen Nächten bietet sich Astronomen und Hobby-Sternguckern wieder ein besonderes Spektakel am Himmel. Die sogenannten Lyriden können für bis zu 18 Sternschnuppen pro Stunde sorgen. In der Nacht zum morgigen Freitag hat man dazu noch einmal besonders gute Chancen, berichtet Hendrik Millner von der Sternwarte in Sankt Andreasberg im Gespräch mit regionalHeute.de.



Prinzipiell könne man ab 1 Uhr mit den ersten Sternschnuppen rechnen. Diese seien mehr Feuerbälle und würden sich weniger durch einen klassischen Leuchtstreifen auszeichnen. Die Zahl der Sternschnuppen erhöhe sich im Laufe der Nacht auf bis zu 15 bis 18 pro Stunde. Die Mondverhältnisse seien in diesem Jahr nicht so gut, erklärt Millner. Daher sei die beste Zeit, um die Schnuppen zu beobachten, zwischen Monduntergang um 5.02 Uhr und beginnender Dämmerung um 5.28 Uhr. Spätestens um 6 Uhr ist das Spektakel dann vorbei und die Sonne aufgegangen. Mit sinkender Rate sind die Lyriden dann noch bis zum 25. April zu sehen.

So entstehen die Sternschnuppen


Die Lyriden sind ein Vermächtnis des Kometen "C/1861 G1 Thatcher", dessen Schweif die Erde jährlich zur gleiche Zeit kreuzt. "Die Staubpartikel des Kometenschweifes sind auch nach dessen Verschwinden vom Nachthimmel noch im All unterwegs und reisen ihrerseits und alleine mit einer Restgeschwindigkeit auf der Bahn des Kometen um die Sonne", erklärte Millner bereits im vergangenen Jahr im Interview mit unserer Online-Zeitung. "Aktuell befindet sich unsere Erde auf dem Weg durch die ehemalige Bahn des Kometen. Durch ihre Anziehungskraft werden die Staubpartikel von ihrer Bahn abgelenkt und angezogen, wobei einige von ihnen in der Folge in unserer Atmosphäre verglühen und als schnelle Leuchtspur am Nachthimmel sichtbar werden." Dabei entstehe der jährliche Rhythmus dieses Kometenstaub-Feuerwerks durch die Umlaufbahn der Erde um die Sonne.

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