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Streit um CDU-Bürgermeisterkandidatur - Junge Union fordert Konsequenzen



Wolfenbüttel

Streit um CDU-Bürgermeisterkandidatur - Junge Union fordert Konsequenzen

Bei den Christdemokraten ist ein parteiinterner Streit um die Bürgermeisterkandidatur entfacht. Die CDU-Stadtratsfraktion hatte sich am Freitag gegen den Vorschlag der Findungskommission ausgesprochen.

von Werner Heise


Während Dr. Adrian Haack (re.) einstimmig von den Mitgliedern des Stadtverbandes als Bürgermeisterkandidat nominiert wurde, hat sich die CDU-Stadtratsfraktion mehrheitlich für eine Unterstützung des parteilos kandidierenden Stadtbaurates Ivica Lukanic ausgesprochen.
Während Dr. Adrian Haack (re.) einstimmig von den Mitgliedern des Stadtverbandes als Bürgermeisterkandidat nominiert wurde, hat sich die CDU-Stadtratsfraktion mehrheitlich für eine Unterstützung des parteilos kandidierenden Stadtbaurates Ivica Lukanic ausgesprochen. Foto: regionalHeute.de

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Wolfenbüttel. Im Eklat um die Wahl des Wolfenbütteler CDU-Bürgermeisterkandidaten fordert die Junge Union im Braunschweiger Land nun Konsequenzen in der CDU-Stadtratsfraktion. Diese hatte sich nur wenige Stunden vor der Aufstellungsversammlung in einer Pressemitteilung mehrheitlich gegen den von der parteiinternen Findungskommission vorgeschlagenen Dr. Adrian Haack ausgesprochen und geäußert, dass "Jugend forscht in der Kommunalpolitik" nichts zu suchen habe.



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Statt des Parteifreundes Haack sprach man sich für eine Unterstützung des parteilos kandidieren Wolfenbütteler Stadtbaurates Ivica Lukanic aus. Der Wahlveranstaltung selbst blieb der Großteil der Fraktion dann jedoch fern. Es erfolgte weder eine Gegenrede, noch ein Gegenvorschlag. Haack wurde bei einer Enthaltung mit 58 von 59 Stimmen zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. "Dreck schmeißen und in die Büsche schlagen", kommentierte das der CDU-Kreisvorsitzende Frank Oesterhelweg und drohte Konsequenzen an.


CDU-Kreisvorsitzender Frank Oesterhelweg.
CDU-Kreisvorsitzender Frank Oesterhelweg. Foto: Werner Heise


"Zutiefst peinlich"


Diese fordert nun auch die Junge Union (JU) im Braunschweiger Land. "Die Äußerungen von Winfried Pink haben der CDU schweren Schaden zugefügt. Die Ratsfraktion muss jetzt schnell intern Konsequenzen ziehen", sagt der JU Landesvorsitzende Maximilian Pohler. "Die Wolfenbütteler CDU hat Adrian Haack einstimmig nominiert – mehr Einigkeit geht nicht. Die Äußerungen von Winfried Pink sind uns als JU zutiefst peinlich. Er hat der Union insgesamt schweren Schaden zu gefügt. Wie will eine Fraktion mit einer derartigen Persönlichkeit an der Spitze junge Leute motivieren, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren? Wie will die Fraktion Politik für junge Menschen in Wolfenbüttel machen, wenn diese herablassenden Äußerungen die Geisteshaltung der Fraktion sind? Adrian Haack ist ein promovierter und beruflich sehr erfolgreicher, angehender Familienvater aus der Mitte der Gesellschaft, der Verantwortung für Wolfenbüttel übernehmen möchte", so Pohler weiter.

Maximilian Pohler, Landesvorsitzender der Jungen Union Landesverband Braunschweig
Maximilian Pohler, Landesvorsitzender der Jungen Union Landesverband Braunschweig Foto: JU


Auch der JU Kreisvorsitzende, Daniel Eimers, bezog Position. "Wir sind die Union der Generationen! Wir beurteilen Menschen nicht nach dem, was sie sind, sondern danach, was sie tun. Wer Menschen wegen ihres Alters, Geschlechts, Herkunft oder sexueller Orientierung diffamiert, ist kein Christdemokrat. Bei uns sind alle willkommen", so Eimers.

Auch die Äußerungen zu "Jugend forscht" stößt bei der Jungen Union auf. Hierzu heißt es: "Die 'Jugend forscht'-Metapher ist ebenfalls völlig daneben. Letztes Jahr gewann eine 17-Jährige, die eine Software zur Krebsdiagnose entwickelt hat. Das hat mehr Respekt verdient", fordert der Landesvorsitzende Pohler abschließend.


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