Sie sind hier: Region >

Strompreis und EEG-Umlage: Handwerkskammer fordert Kurswechsel



Braunschweig

Strompreis und EEG-Umlage: Handwerkskammer fordert Kurswechsel


Symbolfoto: Pixabay
Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Braunschweig. Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade fordert einen Kurswechsel bei der EEG-Umlage. Darüber informiert die Handwerkskammer in ihrer Pressemitteilung.



„Wir haben inzwischen die höchsten Strompreise in Europa. Steuern und Abgaben machen 55 Prozent des Strompreises aus“, sagt Kammerpräsident Detlef Bade. Er bezieht sich dabei auf Daten, die das EU-Statistikamt Eurostat am 30. Mai veröffentlicht hat. Danach zahlen Verbraucher und Unternehmer hierzulande einen höheren Strompreis als in Dänemark – dem langjährigen Spitzenreiter in Europa. „Die Energiewende muss zweifellos vorangetrieben werden. Dafür brauchen wir aber eine Art Umschuldungsprogramm: Die Kosten müssen runter vom Strompreis und über allgemeine Haushaltsmittel finanziert werden“, fordert Bade. Die einseitige Belastung der Stromkunden mit den gesamtgesellschaftlichen Kosten der Energiewende müsse ein Ende haben.

Umfinanzierung braucht Zeit


Angesichts des Gesamtvolumens der EEG-Umlage von jährlich rund 25 Milliarden Euro sei klar, dass die Umfinanzierung nicht von heute auf morgen zu realisieren sei. „Erforderlich ist aber ein verbindlicher Fahrplan. Zuerst sollten die Stromkunden um die rund fünf Milliarden Euro entlastet werden, die sie für die Befreiung der stromintensiven Großunternehmen aufbringen müssen“. Andernfalls sehe Bade schon bald durch eine weitere Ausweitung der Ausnahmeregelungen neue Belastungen auf die Stromverbraucher zukommen: „Natürlich ist es wichtig, dass wir die stromintensive Batteriezellproduktion für die Elektromobilität an den Standort Deutschland holen, am besten nach Niedersachsen. Als Handwerkspräsident ist mir aber ebenso wichtig, den Bäcker und den Fleischer im Land zu erhalten.“ Für kleine und mittlere Betriebe müsse der Strom daher ebenso bezahlbar bleiben wie für Großunternehmen.


zur Startseite