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Tarifrunde Öffentlicher Dienst - ver.di ruft zu Warnstreiks am Dienstag auf

Aufgerufen dazu werden Beschäftigte in den Städten Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg. Es geht um 4,8 Prozent mehr Geld beziehungsweise mindestens 150 Euro mehr im Monat.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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25.09.2020

Region. Am Dienstag, 29. September, stehen jetzt auch in Süd-Ost-Niedersachsen Warnstreiks im Öffentlichen Dienst und in der Ver- und Entsorgung an. Aufgerufen dazu werden Beschäftigte in den Städten Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg. Es geht um 4,8 Prozent mehr Geld beziehungsweise mindestens 150 Euro mehr im Monat. Wer die Einkommen von Müllwerkern, Erzieher, Krankenpfleger und Verwaltungsangestellten kenne, wisse, dass diese nicht mehr konkurrenzfähig seien, so ver.di in einer Pressemitteilung.



ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller erläutert dazu: „Nicht wir wollten jetzt diese Tarifrunde, es waren die Arbeitgeber. Wir hatten eine Einmalzahlung und eine Verschiebung nach 2021 vorgeschlagen.“

Hier ruft ver.di zum Streik auf


Braunschweig: BS Energy, Agentur für Arbeit, Teile der Stadtverwaltung, Wasserschifffahrtsverwaltung, Deutsche Rentenversicherung, Stadtentwässerung, städtische Betriebe und weitere Betriebe und Dienststellen.

Salzgitter: WEVG (Wasser- und Energieversorgung), Eigenbetrieb 85 (Reinigung), Städtische Regiebetrieb (SRB), Rathaus, JobCenter, Abwasserentsorgung

Wolfsburg: Straßenreinigung, Teile der Stadtverwaltung, Wolfsburger Abfallwirtschaft, Klinikum Wolfsburg



Die öffentliche Aktion findet am 29. September in Braunschweig um 13 Uhr vor der Stadthalle ("Streikende begrüßen und informieren die Ratsmitglieder")statt. In Salzgitter wird um 8:30 Uhr eine Menschenkette rund um das Rathaus errichtet und in Wolfsburg findet um 9:30 Uhr ein Demonstrationszug ab dem Klinikum mit anschließender Kundgebung um 10 Uhr vor dem Rathausplatz statt.

Unter den Bedingungen der Pandemie würden die Streikaktionen stark auf die Betriebe selber fokussiert sein und den Infektionsschutz hoch ansetzen. Wertmüller: „Wir achten auf Abstände und rufen unsere Mitglieder dazu auf bei öffentlichen Aktionen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.“

Kitas vom Streik ausgenommen



Wertmüller weist darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Kitas zum Streik aufgerufen würden: „Unsere Kolleginnen in den Kitas wissen natürlich um die schwierige Situation vieler Eltern und um Eingewöhnungsphasen.“ Man werde am Streiktag in den Kitas informieren und für Unterstützung werben. Man hoffe aber darauf, dass sich die Eltern mit den Erzieherinnen solidarisch zeigten, wenn diese für ihre verantwortungsvolle Arbeit ein paar Prozente mehr erwarten.


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