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Taubenkonzept: Hier sollen demnächst neue Taubenschläge entstehen



Braunschweig

Taubenkonzept: Hier sollen demnächst neue Taubenschläge entstehen

Die Nutzung von vorhandenen Dachstühlen als eine kostengünstigere Variante für Taubenschläge gegenüber einer Containerlösung soll geprüft werden.

von Alexander Dontscheff


Auch der Kohlmarkt ist ein Tauben "Hot-Spot". Hier ist zunächst kein Taubenschlag geplant. Archivbild
Auch der Kohlmarkt ist ein Tauben "Hot-Spot". Hier ist zunächst kein Taubenschlag geplant. Archivbild Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Im Juli dieses Jahres kündigte die Stadt Braunschweig an, mit einem Taubenmanagementkonzept die Lebensbedingungen der Stadttauben in Braunschweig verbessern zu wollen, gleichzeitig aber ihren Populationsstand zu verringern (regionalHeute.de berichtete). Auf Anfrage der BIBS-Fraktion teilte die Verwaltung im Rahmen der Sitzung des Finanz- und Personalausschusses am gestrigen Donnerstag den aktuellen Sachstand mit. Demnach ist der Bau von drei bis vier weiteren Taubenschlägen zeitnah geplant.



Der Verein Stadttiere Braunschweig, dessen hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Professionalität die Verwaltung ausdrücklich lobt, habe einen Konzeptentwurf mit sechs möglichen Standorten für Taubenschläge vorgelegt. Die drei Standorte Wallstraße, Altstadtmarkt und Rathaus wolle die Verwaltung kurzfristig prüfen. Direkt anschließend soll ein weiterer Standort im Bereich Mühlenpfordtstraße/Rebenring folgen. Allgemein soll die Nutzung von vorhandenen Dachstühlen mit Einbau einer Spanplattenkonstruktion als eine kostengünstigere Variante für Taubenschläge gegenüber einer Containerlösung geprüft werden.

Ausnahmen vom Fütterungsverbot würden zurückgenommen


Nach erfolgter Errichtung und anschließender Evaluation dieser drei bis vier Standorte mit nachgewiesener positiver Wirkung auf die Taubengesundheit und Population könnten dann weitere Standorte diskutiert werden. Gleichzeitig würden mit der Etablierung der einzelnen Standorte auch entsprechend die Fütterungen im Stadtgebiet zurückgefahren werden. Die ent­sprechende Ausnahme/Duldung vom generellen Fütterungsverbot würde entsprechend wieder zurückgenommen.



Die Stadt weist auch darauf hin, dass das Stadttaubenprojekt ein Projekt des Vereins Stadttiere Braunschweig sei und bleibe und auch von diesem eigenständig durchgeführt werde. Die Finanzierung der einmaligen Kosten für die Errichtung der Taubenschläge sowie eventuelle Miet- oder Pachtkosten könne zum Teil, vorbehaltlich politischer Beschlüsse und finanzieller Haus­haltsmittel, über eine institutionelle Förderung aus einem Tierschutzfördertopf bezu­schusst werden. Es stehe dem Verein dadurch offen auch weitere Sponsoren hinzu­zugewinnen.

Beschluss der Politik erforderlich


Bei der Höhe der institutionellen Förderung sei zu beachten, dass allen Natur­schutzvereinen/Umweltverbänden gemeinsam lediglich eine Summe in Höhe von maximal 50 Prozent des betreffenden Umweltschutz-Fördertopfes (105.000 Euro) also maximal 52.500 Euro als institutionelle Förderung jährlich zur Verfügung gestellt werde. Da dies eine neue freiwillige Aufgabe mit finanzieller Auswirkung sein würde, sei eine Beteiligung der Politik obligatorisch. Das weitere Vorgehen soll zunächst in einem Gespräch mit dem Verein Stadttiere thematisiert werden.


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