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Tests und banges Schauen auf den Inzidenz-Wert: So geht es nach Ostern in Schulen und Kitas weiter



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Tests und banges Schauen auf den Inzidenz-Wert: So geht es nach Ostern in Schulen und Kitas weiter

Das Niedersächsische Kultusministerium fordert zudem eine Impfkampagne für Beschäftigte an allen Schulen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Hannover. Keine Änderungen durch Lockdown-Verlängerung: In Niedersachsen bleibt es auch nach den Osterferien zunächst beim Status Quo für Kitas und Schulen. Präsenzunterricht im Wechselmodell („Szenario B") und Kinderbetreuung in Regelgruppengröße ohne Gruppenmischung sind dann möglich, wenn die Infektionslage es zulässt. Ein Wechsel in den Distanzunterricht („Szenario C") jenseits von Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschule geistige Entwicklung und zurück zur Notbetreuung sind notwendig, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitzt. Das teilt das Niedersächsische Kultusministerium in einer Pressemitteilung mit.



Folgende Grundsätze werden demnach fortgeschrieben:
- Liegt der Inzidenzwert vor Ort mindestens drei Tage durchgängig unter 100 Neuinfektionen im Sieben-Tages-Verlauf, sollen alle Schulen Wechselunterricht nach Szenario B anbieten, die Kindertageseinrichtungen werden im eingeschränkten Regelbetrieb („Kita-Szenario B") betrieben.
- Liegt der Inzidenzwert vor Ort mindestens drei Tage durchgängig über 100 Neuinfektionen im Sieben-Tages-Verlauf können diese Öffnungen nicht stattfinden beziehungsweise müssen zurückgenommen worden. Dann können ausschließlich der Primarbereich, die Förderschulen Geistige Entwicklung sowie die Abschlussklassen im Wechselunterricht („Szenario B") bleiben. Die Kitas können dann ausschließlich eine Notbetreuung im Umfang von bis zu 50 Prozent der Normalauslastung anbieten.

- Unabhängig von der Inzidenz können Angebote der Kindertagespflege stattfinden, da hier regelhaft sehr kleine Gruppen gebildet werden, die Großtagespflege wird weiterhin an den Reglungen für Kindertageseinrichtungen orientiert.

Diese Änderungen in den Bereichen Schule und Kita werden von den zuständigen Behörden vor Ort in Form einer Allgemeinverfügung kommuniziert und umgesetzt.

Geplante Sicherungsmaßnahmen


Vor dem Hintergrund steigender Inzidenzen sind folgende Sicherungsmaßnahmen geplant:

1.) Nach den Osterferien werden die Testungen der Schülerinnen und Schüler, sowie des schulischen Personals auf zweimal pro Woche hochgefahren. Die Kapazitäten werden derzeit entsprechend erweitert, auf bisher 11 Millionen Test-Kits. Nach den Osterferien ist auch die Testwoche ausgewertet und das Verfahren optimiert. Mit regelmäßigen verlässlichen Tests lasse sich die Sicherheit in den Schulen für die mehr als 1 Millionen Schülerinnen und Schüler und die 100.000 Beschäftigten weiter erhöhen.

2.) Im Kita-Bereich werden den rund 80.000 Beschäftigten zwei Tests pro Woche angeboten, um das bestehende Testangebot zu verstetigen und zu erweitern. Entsprechende Gespräche mit den Trägerverbänden als Arbeitgeber würden zeitnah aufgenommen.

3.) "Beim Impfen müssen endlich alle Lehrkräfte in der Priorisierung nach oben gesetzt werden", fordert Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Der Bund müsse alle Lehrkräfte und das weitere Personal an Schule mit einer hohen Priorität (Kategorie 2) in der Impfverordnung festschreiben. Es sei unzureichend, ausschließlich das Personal an Grund- und Förderschulen gegen SARS CoV-2 zu impfen. Eine umfassende, Lehrkräfte und Personal aller Schulformen umfassende Impfkampagne sei die zentrale Maßnahme, um perspektivisch wieder mehr Präsenzunterricht für alle Kinder und Jugendlichen anbieten zu können. Eine entsprechende Initiative werde Niedersachsen erneut in die Kultusministerkonferenz einbringen.


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