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THG–Schüler verbrachten Zukunftstag beim Revierförster



Wolfenbüttel

THG–Schüler verbrachten Zukunftstag beim Revierförster


Fleißige Hilfsförster bei der Arbeit. Foto: Landesforsten
Fleißige Hilfsförster bei der Arbeit. Foto: Landesforsten Foto: Landesforsten

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Wolfenbüttel. Einen Tag lang durften die Sechstklässler Jannis Brüggemann und Christian Fuß den Revierförster Dirk Strauch bei seiner täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Anlass war der alljährlich stattfindende Zukunftstag, der Mädchen und Jungen die Gelegenheit gibt, verschiedenste Berufe kennenzulernen.



Somit erlebten die beiden Schüler vom Theodor-Heuss-Gymnasium in Wolfenbüttel einen abwechslungsreichen Tag bei den Niedersächsischen Landesforsten. Nach einer kurzen Begrüßung im Forsthaus in Cramme fuhr man zusammen mit Förster Strauch in den Wald. Dort angekommen, wurde gemeinsam mit Forstwirten ein Hochsitz aufgestellt, der zukünftig zur Bejagung des Wildes dienen soll. Schnell merkten die Schüler, dass mit Teamarbeit selbst schwere Dinge viel leichter zu bewältigen sind. Ganz nebenbei erfuhren die Kinder, dass ein angepasster Wildbestand für das Nachwachsen unserer heimischen Wälder besonders wichtig ist.

Als besonderer Höhepunkt stellte sich der anschließende Besuch bei einem Harvester heraus, einer großen achträdrigen Vollerntemaschine, die zurzeit in unserer Region vor allen Dingen in den Nadelwäldern die massiven Schäden der vergangenen Stürme beseitigt. „Mit welcher Leichtigkeit der Harvester die Baumstämme schnappt, entastet und in gleichlange Stücke sägt“, erklärten Jannis und Christian begeistert, während sie mit dieser Spezialmaschine mitfahren durften. Und jede Menge Fingerspitzengefühl braucht der Fahrer solch einer Maschine, angesichts der vielen Knöpfe, Hebel und Joysticks in seiner Kabine.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung


Nach diesem technisch geprägten Zwischenstopp lernten die Jungs eine der Hauptaufgaben eines Försters bei der naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung kennen: das Auszeichnen. Hier wählt der Förster mit Hilfe von Farbsprühdosen zunächst die am besten veranlagten Bäume, die sogenannten Zukunftsbäume, aus. In einem zweiten Schritt wird den Zukunftsbäumen geholfen, indem Bedränger entnommen werden. Sind diese gefällt, können die verbliebenen Bäume besser wachsen, gleichzeitig kann natürliche Verjüngung sprießen und das geerntete Holz zu den verschiedensten, ökologischen Holzprodukten weiterverarbeitet werden.

Trotz des unbeständigen Aprilwetters trafen die beiden Hilfsförster während Ihres Schnuppertages auf Rehe, verschiedenste Spechte und viele andere Waldbewohner. Und Einschlafprobleme gab es angesichts dieses abwechslungsreichen Tages mit viel Bewegung und guter Waldluft natürlich auch nicht!


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