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Tierschutz fordert Kastrationsordnung für freilaufende Katzen



Helmstedt

Tierschutz fordert Kastrationsordnung für freilaufende Katzen

von Eva Sorembik


Symbolfoto: Anke Donner
Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner)

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Lehre. Der Tierschutz Lehre hat das Thema Kastrations- und Kennzeichnungsordnung für freilaufende Katzen wieder in die politischen Gremien gebracht. Der Verein hat sich Ende Februar mit einem "Bürgerantrag" an den Rat gewandt und darin seine Forderung dargelegt. Nun soll der Ausschuss für Umweltschutz, Landwirtschaft und Energie darüber beraten.



Der Tierschutz skizziert in seinem Antrag die Problematik, die die Vermehrung von wild lebenden Katzen mit sich bringt und verweist auf die Forderungen einer niedersachsenweit laufenden Kastrationsaktion: „Die Kastration von Katzen und Katern mit Freigang ist derzeit das einzig wirksame Mittel, um die unkontrollierte Vermehrung und das damit einhergehende Leid zu verringern.“ Den Kommunen in Niedersachsen, die zurzeit noch keine Verordnung zur Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Hauskatzen haben, wird vom Niedersächsischen Ministerium empfohlen, mittels einer Katzenschutzverordnung auf Grundlage des Tierschutzgesetzes allen Katzenbesitzern die Kennzeichnung, Registrierung und Kastration ihrer Hauskatzen vorzuschreiben.

Katzenschutzverordnungen zur Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Hauskatzen gibt es bereits in Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn und in vielen anderen Gemeinden im Umkreis von Lehre. Um das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulationen einzudämmen, schlägt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen eine möglichst flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen vor.

Erster Versuch bereits 2015


Das Thema ist nicht neu in der Gemeinde. Bereits 2015 stand es zu Diskussion eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen einzuführen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wurde jedoch im Verwaltungsausschuss mit einer klaren Mehrheit von acht Nein-Stimmen und nur einer Ja-Stimme abgelehnt.

Doch laut der Vorlage soll das Thema nun erneut aufgegriffen werden. Es seiverwaltungsseitig beabsichtigt die Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde Lehrevoraussichtlichzur Septembersitzung des Gemeinderates zu überarbeiten. Hierbei könnte eine Regelung wie vom Tierschutzverein Lehre e. V. angefragt einfließen.


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