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Tod eines 17-Jährigen: Ermittlungsgruppe aufgelöst



Braunschweig

Tod eines 17-Jährigen: Ermittlungsgruppe aufgelöst

von Robert Braumann


Foto: Werner Heise

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Braunschweig. Der Tod eines 17-Jährigen unter der Graffiti-Brücke ist weiterhin ungeklärt. Die extra eingerichtete Ermittlungsgruppe "Flucht" wurde zudem aufgelöst. Die Beamten hatten fast 2.000 Personen überprüft, dabei ergab sich aber nichts Konkretes. Die Ermittlungen gehen dennoch weiter.

Durch die Auswertung von Handy- und Videodaten, konnten rund 2.000 Personen überprüft werden, die sich zur Tatzeit in dem Gebiet aufgehalten hatten, in dem der 17-Jährige tödlich verletzt wurde. Diese Arbeit ist jetzt so gut wie abgeschlossen. Neue Erkenntnisse sind dadurch aber nicht aufgetaucht. Joachim Grande (Pressesprecher, Polizei Braunschweig) bestätigte gegenüber BraunschweigHeute.de die Auflösung der Gruppe. Es müssten nur noch ein paar restliche Daten ausgewertet werden, zum Beispiel von Personen, die mit dem Zug zum Tatzeitpunkt durch Braunschweig gefahren wären. Das würde jetzt von Sachbearbeitern übernommen werden. Man habe lange viele Kräfte für den Fall gebunden, da weiterhin nichts konkretes vorliegt, würde man jetzt die Ermittlungsgruppe auflösen. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass die Ermittlungen vollständig beendet sind.

Ermittlungen gehen noch weiter


Das bestätigte auch Birgit Seel (Oberstaatsanwältin, Staatsanwaltschaft Braunschweig). Sie sagte: "Die Ermittlungen in dem genannten Verfahren sind noch nicht abgeschlossen, durchgreifende neue Erkenntnisse haben sich bisher jedoch nicht ergeben." Vom Verfahrensabschluss werde man die Öffentlichkeit gegebenenfalls in Kenntnis setzen. Joachim Grande setzt noch Hoffnungen in die Sendung Aktenzeichen XY, die am 24.Juni ausgestrahlt wird und sich mit dem Fall beschäftigt. "Vielleicht bekommen wir dadurch noch neue Hinweise, denen nachgegangen werden kann.", so der Pressesprecher. Der Fall des erst 17-jährigen Jungen hatte Braunschweig tief bewegt. Firmen lobten eine Belohnung für Hinweise aus (6.500 Euro), die zur Aufklärung der Tat helfen, die Eltern wandten sich an die Öffentlichkeit und baten um Hinweise. Die Mutter sagte damals: "Die Unsicherheit nicht zu wissen, was in den letzten Minuten seines Lebens passiert ist, das macht die Sache noch schlimmer. Das ist total grausam." Die Polizei geht davon aus, dass der Junge von einem größeren Fahrzeug erfasst wurde und später an den dadurch erlittenen Verletzungen verstarb. Fahrer und Fahrzeug konnten bisher nicht ermittelt werden, nur ein paar Lackspuren hatte die Polizei sichergestellt (BraunschweigHeute.de berichtete).


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