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Tonne voll: Wohin mit dem Müll?

von Max Förster


Ist die Tonne voll, bleibt sie stehen. Foto: Frank Vollmer
Ist die Tonne voll, bleibt sie stehen. Foto: Frank Vollmer Foto: Frank Vollmer

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17.07.2016


Braunschweig. Ein Leser trat an unsere Online-Tageszeitung heran und beschwerte sich darüber, dass überfüllte Mülltonnen nicht von der Müllabfuhr mitgenommen werden. Was aber gibt es für Alternativen, wenn die Kapazitäten der Mülltonnen nicht ausreichen, um den Unrat, der im Haus anfällt, zu verstauen? regionalHeute.de hat nachgefragt.

Aus der Satzung der Stadt Braunschweig zur Abfallentsorgung geht hervor, dass Tonnen, deren Deckel nicht geschlossen sind, nicht von dem zuständigen Abfallunternehmen - in dem Falle ALBA - mitgenommen werden. "Unsere Leute sind dazu angehalten, der satzungsgemäßen Forderung nachzugehen", erklärt Gerald Gaus, Abfallberatung und Beschwerdemanagement bei ALBA. Ist die Tonne so voll, dass der Deckel nicht mehr zugeht, bleibt diese also stehen. In solchen Fällen werden die Tonnen mit einem Aufkleber versehen und die Hausbewohner werden über ein Schreiben von ALBA über die ausbleibende Abholung informiert.

Mülltonne voll, was nun?


Je Wohngrundstück müsse mindestens ein Restabfallvolumen von zehn Litern pro Woche und Bewohner bereitstehen, heißt es in der Abfallentsorgungssatzung. Komme es dennoch vor, dass das vorgegebene Tonnenvolumen überschritten wird, dann bestehe die Möglichkeit, so Gaus, sich für fünf Euro einen 100-Liter-Restmüllsack zu kaufen, den man dann einfach neben die Tonne stellen kann. Diese sind im Kundenservice-Center in der Frankfurter Straße 251 oder in verschiedenen Verkaufsstellen in der Stadt erhältlich. Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Abfall im Abfallentsorgungszentrum Watenbüttel beziehungsweise auf dem Betriebsgelände Frankfurter Straße selbst anzuliefern. Die Entsorgung von bis zu drei Kubikmetern Abfall kostet hier zehn Euro. Gegen eine Gebühr könne auch eine Sonderleerung erfolgen.

ALBA bietet Beratungen an


"Sind Abfallbehälter wiederholt überfüllt, ist dies ein Indiz dafür, dass das vorgehaltene Abfallvolumen nicht den tatsächlichen Erfordernissen der Anwohner entspricht. In diesem Fall sollten Sie über eine Erhöhung des Restabfallvolumens nachdenken, um zu vermeiden, dass Ihre Abfallbehälter aus den vorgenannten Gründen nicht geleert werden", teilt Gaus mit. Für solche Fälle bietet ALBA jedoch als Serviceleistung an, die Missstände selbst vor Ort zu überprüfen und eine Beratung der Hausgemeinschaft rund um das Behältervolumen vorzunehmen, so Gaus weiter.


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