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Tresor-Diebe: Anklage gegen neunköpfige Verbrecherbande



Wolfenbüttel

Tresor-Diebe: Anklage gegen neunköpfige Verbrecherbande

von Nick Wenkel


Die Männer die im Landkreis Wolfenbüttel festgenommen wurden, sollen für etliche Überfälle verantwortlich sein. Foto: Polizei Wolfenbüttel
Die Männer die im Landkreis Wolfenbüttel festgenommen wurden, sollen für etliche Überfälle verantwortlich sein. Foto: Polizei Wolfenbüttel

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Lüneburg/Uelzen/Wolfenbüttel. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat gegen die Mitglieder einer Diebesbande Anklage wegen gewerbsmäßigen schweren Bandendiebstahls bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg erhoben. Auch im Landkreis Wolfenbüttel hatten die Täter versucht, einen Geldautomaten wegzuschaffen.



Den neun Angeschuldigten im Alter zwischen 29 und 46 Jahren, die einer Gruppe von vornehmlich osteuropäischen Roma angehören, wird vorgeworfen, sich Ende 2016 zu einer Bande zusammengeschlossen zu haben, um in zahlreichen Ortschaften im nord- und mitteldeutschen Raum Geldautomaten zu stehlen (regionalHeute.de berichtete).

Auf zehn Geldautomaten abgezielt


Die Anklage gehe davon aus, dass die Angeschuldigten zu diesem Zweck zunächst Transporter oder LKWs entwendeten und mit diesen unter Zuhilfenahme von Stahlseilen und Spanngurten jeweils die Geldautomaten aus der Verankerung rissen bzw. dieses versuchten. Anschließend verluden sie im Erfolgsfall die Geldautomaten in die entwendeten Fahrzeuge und flüchteten mit diesen, um später die Beute untereinander aufzuteilen. Den Angeschuldigten wird vorgeworfen, in der Zeit vom 21. November 2016 bis zum 17. Januar 2017 insgesamt zehn Geldautomaten in Spielhallen, Einkaufszentren, Tankstellen und Banken angegangen zu sein, wobei es ihnen lediglich in drei Fällen gelungen sein soll, mit den Geldautomaten zu flüchten. Hierbei sollen die Angeschuldigten in wechselnden Konstellationen mit jeweils mindestens vier Personen agiert haben. Lediglich einem Angeschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft vor, an allen Taten beteiligt gewesen zu sein.


Insgesamt wurde eine Beute von rund 130.000 Euro erzielt. In allen Fällen wurde jedoch ein erheblicher Sachschaden angerichtet, der bereits jetzt auf deutlich über 250.000 Euro zu beziffern ist.

Seit Januar in U-Haft


Acht der Angeschuldigten befinden sich seit dem 17. Januar 2017 in Untersuchungshaft, nachdem drei von ihnen unmittelbar nach einer Tat in Wolfenbüttel, sowie fünf weitere im Rahmen einer umfangreichen Fahndungs- und Durchsuchungsmaßnahme, Langwedel, Seesen, Langenhagen und Gifhorn, an der Beamte der ZKI Lüneburg, Spezialkräfte der Polizei Niedersachsen, ein Hubschrauber der Bundespolizei, Diensthundeführer und örtliche Polizeikräfte beteiligt waren, festgenommen worden sind.

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