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Überstunden, Personalnot: Steckt die Feuerwehr in einer Krise?

von Alexander Panknin


Die Feuerwehr sorgt 24/7 für Sicherheit in Salzgitter. Foto: Alexander Panknin
Die Feuerwehr sorgt 24/7 für Sicherheit in Salzgitter. Foto: Alexander Panknin

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14.12.2017

Salzgitter. Erst vor kurzem hat die SPD große Sorge um die Berufsfeuerwehr in Salzgitter geäußert (regionalHeute.de berichtete). Es gibt etliche Überstunden und unbesetzte Stellen, steckt die Feuerwehr in der Krise? regionalHeute.de hat sich mit dem Führungsstab der Lebensretter zusammengesetzt und einmal nachgefragt.


Die Situation sieht auf den ersten Blick verheerend aus, schaut man sich nur die "nackten Zahlen" auf dem Papier an. Laut Prognose kommen die Kameraden dieses Jahr auf rund 47.000 Überstunden. Hinzu kommen 26 unbesetzte Stellen und eine Handvoll Überlastungsanzeigen.

Angesichts dieser Daten, kann da die Sicherheit der Bürger überhaupt noch gewährleistet werden? Darauf gaben sowohl Feuerwehrspitze als auch Verwaltung ein klares "Ja". Niemand müsse sich Sorgen machen, die Zahlen seien weitausweniger kritisch zu betrachten, wenn man sie in den richtigen Zusammenhang stellen würde.

Überstunden


Mit den Überstunden sei es die letzten Jahren immer eine Berg- und Talfahrt gewesen. Jetzt gerade würde man sich eher auf einer Spitze befinden, diesbezüglich habe man allerdings schon reagiert und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Durch die Schaffung neuer Stellen soll nun versucht werden die Arbeitslastbesser in den Griff zu bekommen, weiterhinläuft ein sukzessiver Abbau der geleisteten Überstunden durch Freistellung der Kameraden.

Unbesetzte Stellen


Die erwähnten neuen Stellen seien es auch, die die Zahl zurzeit noch negativ beeinflussen würden. Erst vor kurzem sei die Umsetzung des Stellenplanes 2017 genehmigt worden. Von den 26 unbesetzten Stellen seien allein 15 neugeschaffene Arbeitsplätze. Demnach können diese auch zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht besetzt sein. Weiterhin wurden genau diese Stellen geschaffen, um unter anderem Überstunden abzubauen.Nur sieben Stellen seien durch die besagte Personalfluktuation offen geworden.

Letzteres sei aber eher ein Spiegel des aktuellen Arbeitsmarktes und demnach kein reines "Salzgitter-Problem". Arbeitnehmer seien heutzutage mobil flexibler und so käme es auch ab und an vor, dass ein Kollege sein Glück woanders sucht. Anfang Oktober waren es vier Stellen, die nicht besetzt gewesen seien. Eine kontinuierliche Wieder- und Neubesetzung sei allerdings bereits in der Umsetzung.

Novellierung des Rettungsdienstes


Neu sind die Aufnahmebedingungen beim Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr. Es gestalte sich demnachschwierig die vakanten Stellen kurzfristig zu besetzen. Reichte bislang eine Qualifizierung als Rettungsassistent, bedarf es mittlerweile einer Ausbildung zum Notfallsanitäter, um, das Anforderungsprofil der Berufsfeuerwehr zu erfüllen.

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