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Niedersachsen: Ungeimpfte Pflegekräfte müssen sich bald täglich testen lassen



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Ungeimpfte Pflegekräfte müssen sich bald täglich testen lassen

Über eine Testpflicht für bereits geimpfte Mitarbeiter und Besucher von Heimen werde derzeit im Bund nachgedacht.

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Symbolbild Foto: Pixabay

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Niedersachsen. Ungeimpfte Beschäftigte in Pflegeheimen müssen sich in Niedersachsen bald täglich testen lassen. Das kündigt Gesundheitsministerin Daniela Behrens in einer Stellungnahme zu den Ergebnissen der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder und des Bundes an. Eine entsprechende Änderung soll mit der neuen Corona-Verordnung in der kommenden Woche in Kraft treten.



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Man müsse in der vierten Welle ganz besonders diejenigen schützen, die das höchste Risiko aufweisen, schwer oder sogar tödlich an COVID-19 zu erkranken, so Behrens. Dafür müssten nicht nur die Booster-Impfungen insbesondere in den Alten- und Pflegeheimen weiter konsequent vorantreiben werden. Wichtig sei auch, durch ein engmaschiges Netz von Tests dafür zu sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Eintrags von außen so weit wie möglich reduziert werde. Vor diesem Hintergrund sei es gut, dass der Bund nun die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schaffen will, dass auch geimpfte Beschäftigte sowie geimpfte Besucherinnen und Besucher dieser Einrichtungen zu kostenlosen Tests verpflichtet werden können, sollte dies erforderlich werden. "In Niedersachsen weiten wir die Pflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit der bevorstehenden Änderung der Corona-Verordnung noch einmal auf tägliche Testungen aus. Damit schöpfen wir den derzeit bestehenden Rechtsrahmen vollständig aus und schaffen zusätzliche Sicherheit in den Einrichtungen", betont die Gesundheitsministerin.

Booster werden vorbereitet


In Sachen Booster-Impfungen erwarte die Landesregierung, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) diese schon bald für alle empfehlen werde, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Für die große Mehrheit der vollständig geimpften Niedersächsinnen und Niedersachsen stehe die Booster-Impfung dann ab Januar 2022 an. "Wir bereiten gemeinsam mit den Kommunen und der Ärzteschaft derzeit alles Notwendige vor, um sicherzustellen, dass die dafür benötigten Impfkapazitäten zuverlässig und so niedrigschwellig wie möglich bereitstehen", so Behrens. In diesem Zusammenhang freue sie sich, dass das Bundesgesundheitsministerium einer Forderung aus Niedersachsen entsprochen und Verhandlungen mit dem Arzneimittelgroßhandel aufgenommen habe, um eine Halbierung der Lieferfristen der COVID-Impfstoffe auf eine Woche zu erreichen. Sowohl die Arztpraxen als auch die mobilen Teams könnten damit flexibler auf die Nachfrage reagieren und die Booster-Impfungen noch einmal beschleunigen.


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