Region. Viele Eltern und Lehrkräfte kennen das Problem – der Unterricht fällt aus, es gibt Vertretungsstunden und organisatorische Engpässe. Der vorherrschende Lehrermangel verschärft das Problem zusätzlich. Doch wie ist die Lage in der Region?
Wenn der Unterricht ausfällt, sorgt das bei Schülern oftmals für Freude. Erziehungsberechtigte und Lehrer sehen jedoch nicht nur die unverhoffte Freizeit, sondern auch die Schwierigkeiten, die entfallene Schulstunden mit sich bringen: Besonders in Fächern, die für viele Schüler ohnehin schwierig sind, sorgt der Ausfall dafür, dass für den zu bewältigenden Stoff noch weniger Zeit im eng getakteten Lehrplan bleibt. Auch für Vertretungslehrer bedeutet es einen zusätzlichen Zeitaufwand, der ihnen bei den eigenen Schülern wieder fehlt.
Große Unterschiede zwischen Schulformen
Erst Ende Januar, wenige Tage vor dem Zeugnistag zum Halbjahreswechsel, hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg die aktuellen Zahlen zur landesweiten Unterrichtsversorgung vorgestellt. Ihr zufolge könne Niedersachsen sowohl einen Höchststand bei der Zahl der Lehrkräfte als auch bei den verfügbaren Unterrichtsstunden verzeichnen. Landesweit beträgt die durchschnittliche Unterrichtsversorgung demnach im Schuljahr 2025/2026 97,2 Prozent, was einem leichten Anstieg von rund 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Unterschiede gab es jedoch bei den einzelnen Schulformen: So lag die Unterrichtsversorgung an Gymnasien bei 101,2 Prozent, an den Hauptschulen jedoch lediglich bei 90,6 Prozent.
So ist die Lage in der Region
Im Zuständigkeitsbereich des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Braunschweig liegt die Versorgungsquote insgesamt bei 96,6 Prozent. Doch auch hier gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Schularten: Während sie an den Gymnasien bei 101,2 Prozent liegt – und damit exakt auf Landesniveau –, sind es an den Hauptschulen nur 88,8 Prozent. An den Grundschulen werden 97 Prozent, an den Realschulen 93,5 Prozent, an den Förderschulen 90 Prozent, an den Oberschulen 92,1 Prozent und an IGS/KGS 98,3 Prozent erreicht.
Dieser Landkreis schneidet am schlechtesten ab
Im Landkreis Wolfenbüttel liegt die Gesamtversorgung bei 95,5 Prozent, im Kreis Peine bei 98,5 Prozent, im Kreis Helmstedt bei 95,1 Prozent und im Landkreis Goslar bei 96,7 Prozent. Auch in den Städten Wolfsburg (95,9 Prozent), Braunschweig (98,2 Prozent) und Salzgitter (95,9 Prozent) zeigt sich ein ähnliches Bild. Schlusslicht in der Region ist mit lediglich 91,8 Prozent der Landkreis Gifhorn.

