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UWG fordert Erweiterung des Maßnahmenprojekts "Innenstadt"

von Eva Sorembik


Rathaus Königslutter. Foto: Christoph Böttcher
Rathaus Königslutter. Foto: Christoph Böttcher Foto: Christoph Böttcher

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24.02.2017

Königslutter. Die UWG-Fraktion im Stadtrat hat die Erweiterung des Konzepts zur Umsetzung Maßnahmeprogramms Innenstadt an die Vorgaben des Regionales Raumordnungsprogramm (RROP) und das Leitbild der Stadt und Einrichten einer aktiven Bürgerbeteiligung beantragt.


Nach einstimmiger Entscheidung soll der Antrag nun vorbereitend imAusschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Fremdenverkehr beraten werden.

Im „Maßnahmeprogramm zur Belebung der Innenstadt Königslutter“ seien lediglich die EG-Nutzungen in einem Teil der Innenstadt von Königslutter (Markt, Westernstraße, Neue Straße, Marktstraße, Gänsemarkt) erhoben. Darüber hinaus gehende Bereiche der Innenstadt, insbesondere die Anbindung an den Dom, die Verbindung zum Bahnhof und das Driebenbergviertel mit dem CentroKö seien nicht betrachtet. Es seien lediglich die Nutzung durch Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen untersucht worden. Die Beschränkung auf ausgewählte Bereiche und die Beschränkung auf die oben angegebene Nutzung unter Bezug auf das von CIMA erstellte Einzelhandelskonzept, welches weitgehend aus dem im Auftrag des ZGB erstellten „Regionalen Einzelhandelskonzept für den Großraum Braunschweig“, abgeleitet wurde, könnten nur ein Teilaspekt einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein, heißt es in dem Antrag.

Grundsätze aus "Leitbild Königslutter" nicht berücksichtigt


Nicht betrachtet worden seien die Aspekte zu den Schwerpunkten „Standort mit der besonderen Entwicklungsaufgabe Erholung“ und „Standort mit der besonderen Entwicklungsaufgabe Tourismus“. Ebenfalls fänden sich die im „Leitbild Königslutter“ genannten Grundsätze und Kriterien im vorgelegten Konzept nicht wieder. Insofern bilde das vorgelegte und nicht abgeschlossene Konzept lediglich einen Teilaspekt der notwendigen Maßnahmen ab. Es entstehe vielmehr der Eindruck, dass auf Grundlage der eingeschränkten Sicht auf den Einzelhandel Begründungen für wirtschaftliche Interessen des Investors Vermcom verfolgt werden.

Einer Neuansiedlung externer Systemgastronomie sei entsprechend dem Leitbild der Stadt Königslutter die Stärkung der ortsansässigen Gastronomie mit zu entwickelnden erweiterten Angeboten vorzuziehen.

Programm muss um diverse Aspekte erweitert werden


Das Maßnahmenprogramm zur Belebung der Innenstadt Königslutter sei zu erweitern um Aspekte, die den Zielen des RROP 2008 und dem Leitbild der Stadt Königslutter entsprechen. Das seien unter anderem:

  • Radwegekonzept für die Stadt Königslutter einschließlich der Ortsteile, Einbindung von Elm, Dorm und Rieseberg, Riesberger Moor

  • Schaffung von Fahrradstationen, zum Beispiel in Kooperation mit der DB Deutsche Bahn („Rent a Bike“) und/oder der örtlichen Hotellerie

  • Schaffung von E-Bike Stationen

  • Erstellen eines Info-Flyers zum Thema „Fahrrad-Urlaub im Naturpark Elm“ und Veröffentlichung auf der Homepage der Stadt Königslutter

  • Königslutter als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren

  • Königslutter als „Stadt der Steinmetze“, Rundgang durch die Stadt, Kooperation mit der Steinmetzschule, Bauhütte am Dom, Dom

  • Königslutter als „Stadt des Wassers“, Öffnen der Bachläufe, Rundgang zu den HighLights des Wassers in der Stadt, Aquadukte , von der Quelle am Lutterspring bis zur Mündung der Lutter in die Schunter

  • Königslutter als „Ursprung des Ducksteinbiers“, eventuell Einrichten einer lokalen Brauerei durch einen ortsansässigen Gastronomen


Unterstützt und untermauert würden die Maßnahmen durch Schaffung von Aufenthaltsorten, die als Ziel für Einheimische und Touristen genutzt werden. Diese, wie zum Beispiel das Dom-Cafe, seien zum Teil vorhanden, in ihren Möglichkeiten allerdings nicht wirtschaftlich entwickelt. Hierzu gehöre auch die Wiederbelebung des „Lutterspring“.

Einbindung von Gastronomie und Bürgerbeteiligung


Die ortsansässige vielfältige Gastronomie sowie die Hotellerie sollten in die Entwicklung dieses Konzeptes eingebunden werden und entsprechende Angebote (Radwandern, Wandern) entwickeln. In der Folge – und vor allem zur Wahrung der Interessen der Bürger der Stadt – sei das Gremium zur Erarbeitung des Maßnahmenprogramm um Vertreter des Rates der Stadt, Vertreter der Gastronomie und Hotellerie, Vertreter vorhandener Vereine und Verbände mit entsprechendem fachlichen Hintergrund zu erweitern. Dem Leitbild der Stadt Königslutter folgend „Wir sind Königslutter – Unsere Zukunft braucht Engagement.“ sei zudemeine aktive Bürgerbeteiligung erforderlich.




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