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Veranstaltungsbranche braucht direkte Hilfen und eine Perspektive

Vertreter der Branche waren zum Austausch mit Frank Oesterhelweg und Oliver Schatta in den Landtag gekommen.

Frank Oesterhelweg, Oliver Schatta, Jörg Hillmer, Mareike Wulf, Helge Leinemann, Dirk Wöhler und Dirk Toepffer (v. li.).
Frank Oesterhelweg, Oliver Schatta, Jörg Hillmer, Mareike Wulf, Helge Leinemann, Dirk Wöhler und Dirk Toepffer (v. li.). Foto: privat

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13.05.2020

Hannover. Auf Einladung von Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg und dem Braunschweiger Landtagsabgeordneten Oliver Schatta fand im Niedersächsischen Landtag ein Gespräch mit Vertretern einer Branche statt, die durch die Corona-Krise besonders gebeutelt ist: Der Braunschweiger Unternehmer Dirk Wöhler, gleichzeitig Präsident des Berufsverbandes Discjockey e. V. (BVD) und Helge Leinemann, Vorstandsvorsitzender des Verbandes für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT) berichteten aus ihrem aktuellen Alltag und von existenziellen Sorgen, beide zeichneten ein realistisches Bild ihrer Branche im Zeichen der Corona-Krise. Das teilt das Büro des Landtagsvizepräsidenten in einer Pressemitteilung mit.


Mit dabei waren neben Schatta und Oesterhelweg sowohl CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer als auch die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Mareike Wulf (Wirtschaft) und Jörg Hillmer (Kultur).

Ein anerkannter Exportschlager kämpft ums Überleben


Gerade im kulturellen Bereich sei die Veranstaltungsbranche unverzichtbar. Kein Konzert, kein großer Wettbewerb sei denkbar ohne Bühne, Licht- und Tontechnik und die ganze Logistik mitsamt vieler fleißiger Hände und Know-how im Hintergrund. Diese Kompetenzen seien zudem international geschätzt, die Dienstleistungen in diesem Bereich ein anerkannter Exportschlager. Einig waren sich alle Teilnehmer: Die von der Coronapandemie und den staatlichen Maßnahmen zu deren Eindämmung besonders hart betroffenen Wirtschaftszweige wie beispielsweise die Veranstaltungs- oder die Tourismusbranche brauchen mehr Unterstützung, um zu überleben, denn ansonsten gingen sowohl zahlreiche qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze verloren als auch die starke Marktposition in diesen Bereichen.

Mareike Wulf stellte dazu fest: „Einige Wirtschaftszweige sind von dieser Krise besonders schwer betroffen, da dauerhaft die Geschäftsmodelle lahmgelegt sind wie zum Beispiel bei den Veranstaltungstechnikern. Es ist daher wichtig, dass wir diese politisch in den Fokus nehmen und nach weiteren Lösungen suchen." Und Frank Oesterhelweg, der die Probleme der Veranstaltungsbrache ebenso wie Oliver Schatta schon hautnah bei Diskussionsrunden in Braunschweig als Gast von Dirk Wöhler erfahren hatte, fügte hinzu: "Dabei sind direkte Hilfen ebenso geboten wie auch konkrete Abstimmungen, wie und unter welchen Sicherheitsbedingungen zukünftig Veranstaltungen aller Art wieder durchgeführt werden können."

Ein Bekenntnis der Bundesregierung erforderlich


VPLT-Vorstandsvorsitzender Helge Leinemann: „Unsere Branche ist gern mit dabei und wir verstehen uns als Teil der Lösung. Aus diesem Grund denken wir bereits die Formate und Rollen unserer Dienstleistung auf verschiedenen Ebenen neu. Das braucht jedoch Zeit. Zudem leiden wir unter dem speziellen Problem ‚first in, last out‘. Im Gegenzug brauchen wir deshalb dringend entsprechende finanzielle Hilfe für die langfristige Perspektive. Wichtig ist uns ein Bekenntnis der Bundesregierung, dass unsere Branche erhalten bleibt. Nur so können wir eine bisher gewohnte Qualität nachhaltig garantieren.“


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