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"Verlust einer Schülergeneration" - Eltern fordern Corona-Schnelltests an Schulen

Schnelltests an Schulen könnten helfen. Abschlussklassen und deren Lehrkräfte sollten bei der Impfung bevorzugt werden, so der Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Pixabay

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08.01.2021

Hannover. Am gestrigen Mittwoch gab Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne das weitere Vorgehen in Sachen Schule im Lockdown bekannt (regionalHeute.de berichtete). Demnach ist bis zum Ende des Schulhalbjahres am 29. Januar Wechselunterricht und vor allem Distanzlernen angesagt. Hierzu erreichte uns eine Stellungnahme des Verbandes der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens. Dieser befürchtet den Verlust einer ganzen Schülergeneration, sollten nicht weitere Maßnahmen ergriffen werden.



Zwar begrüße man, dass Abiturjahrgänge und Abschlussklassen im Szenario B verbleiben können und sogar die Möglichkeit haben, bei ausreichender räumlicher Kapazität in kompletten Klassen und Kursen in der Schule unterrichtet zu werden. Das Augenmerk dürfe aber nicht nur auf die Abschlussklassen gelegt werden, sondern die Zeit des verlängerten Lockdowns müsse ganz gezielt genutzt werden, um eine möglichst schnelle Rückkehr zum Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler ab Februar zu ermöglichen. "Auch wenn in den vergangenen Wochen vereinzelt Schulen geschlossen wurden und Kohorten in das Distanzlernen übergehen mussten, so konnte doch der allergrößte Anteil des Betriebs an niedersächsischen Schulen im Szenario A durchgeführt werden", so der Verband der Elternräte.

Abkehr vom Gießkannenprinzip


Man fordere, vom unkreativen Gießkannenprinzip, das von Bund und Ländern für Schulen beschlossen worden ist, Abkehr zu nehmen und gezielt Maßnahmen zum Infektionsschutz zu ergreifen, um den regulären Schulbetrieb für alle Klassen zu sichern und den Verlust einer Schülergeneration zu verhindern. Dazu gehöre, die Hygienemaßnahmen weiter zu verbessern, Möglichkeiten zur Durchführung von Schnelltests an den Schulen zu schaffen und gegebenenfalls die Abschlussklassen und die Lehrkräfte bei der Impfung zu bevorzugen, sobald genügend Impfstoff verfügbar ist, um das Ansteckungsrisiko an den Schulen weiter zu reduzieren.


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