whatshotTopStory

Verprügelter Radfahrer: Täter soll ein Nazi gewesen sein

Bei dem Radfahrer handelte es sich um ein Mitglied der Braunschweiger Falken. Diese kritisieren auch die Arbeit der Polizei.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Alexander Panknin

Artikel teilen per:

24.07.2020

Braunschweig. Am vergangenen Mittwochvormittag wurde in der Braunschweiger Innenstadt ein Fahrradfahrer von einem Mann verprügelt, der kurz zuvor von einem Termin aus dem Braunschweiger Amtsgericht gekommen war(regionalHeute.de berichtete). In der Nähe des Altstadtmarktes wurde der 23-Jährige während der Fahrt zunächst vom Rad gestoßen, danach habe der Angreifer zugeschlagen und nachgetreten. Bei dem Opfer, handele es sich um ein Mitglied der Brauschweiger Falken, wie diese in einer Pressemitteilung berichten. Bei dem Angreifer wiederum solle es sich um einen von mehreren bekannten und organisierten Nazis handeln, wie es weiter in der Mitteilung heißt.


Am selben Tag war die Verhandlung gegen den NO-Schläger Pierre B. angesetzt gewesen. Im Anschluss daran habe sich die Tat zugetragen. Immer wieder würden die Braunschweiger Nazis Personen angreifen, die sie für politische Gegner halten, kritisieren die Falken. Die Kritik richtet sich dabei auch gegen die Arbeit der Polizei. Diese habe die Verletzungen und die Tat vor dem Betroffenen heruntergespielt. Außerdem seien die Nazis nicht davon abgehalten worden das Geschehen zu filmen. Ein Vorwurf, den die Polizei auf Nachfrage von regionalHeute.de nicht unterschreiben kann. Demnach sei demjenigen, der bei der Sachverhaltsaufnahme filmte, dieses untersagt und ein Platzverweis erteilt worden. Im aktuellen Fall handele es sich bei dem Täter nicht um den NO-Schläger, so die Polizei weiter. Dieser sei nach Aussagen der Falken jedoch anwesend gewesen.

Insgesamt würden die Falken eine Zunahme der Taten wahrnehmen. Einschüchtern lassen wollen sich die Falken nicht. Sie zeigen sich solidarisch mit allen Betroffenen. "Betroffen war heute zwar nur eine einzelne Person, gemeint sind aber wir alle", heißt es in der Mitteilung.


zur Startseite