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Verschlüsselte Kommunikation geknackt: LKA Niedersachsen verteidigt Nutzung der Daten



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Verschlüsselte Kommunikation geknackt: LKA verteidigt Nutzung der Daten

Dies sei wichtig im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität. In Niedersachsen sei es dadurch zu 145 Ermittlungsverfahren gekommen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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Niedersachsen. Im Juni 2020 erhielt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen über das Bundeskriminalamt (BKA) sogenannte Encrochat-Daten, die einen Bezug nach Niedersachsen auswiesen. Diese Daten beruhen darauf, dass verschlüsselte Kommunikationswege möglicher Krimineller entschlüsselt wurden. Insgesamt wurden durch die Encrochat-Daten in ganz Niedersachsen mehr als 145 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingeleitet. Das berichtet das LKA in einer Pressemitteilung.



Die Nutzung der Encrochat-Daten ist nicht unumstritten. So hat das Landgericht Berlin kürzlich die Nutzung untersagt. Niedersachsens LKA-Präsident Friedo de Vries verteidigt dies dagegen: "Die jetzt aufgedeckten umfangreichen kriminellen Strukturen zeigen, wie zwingend der Zugriff auf verschlüsselte Kommunikation ist! Ohne diesen Zugang kann es kein Licht im Dunkel der Organisierten Kriminalität geben."

98 Haftbefehle wurden vollstreckt


Insgesamt konnten in Niedersachsen bisher 98 Haftbefehle vollstreckt, 32 Schusswaffen sichergestellt und 1.800 Schuss Munition beschlagnahmt werden. Im Zuge der Einsatzmaßnahmen wurden Vermögensarreste in Höhe von 22,2 Millionen Euro und vorläufige Vermögenssicherungen in Höhe von 4,3 Millionen erzielt. Es wurden 795 Kilogramm Cannabisprodukte, 33 Kilogramm Kokain und über 32 Kilogramm synthetische Drogen sichergestellt.

Durch die Encrochat-Daten seien nahezu im ganzen Bundesgebiet bisher mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren eingeleitet und rund 360 bereits bestehende Ermittlungsverfahren wesentlich unterstützt worden, so das LKA.


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