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Goslar: AfD kämpft gegen Gendersprache in der Stadtverwaltung



"Verunstaltung" - AfD kämpft gegen Gendersprache in der Stadtverwaltung

Der AfD Fraktionsvorsitzende spricht sogar von einem "Missbrauch" der deutschen Sprache durch Gendersternchen und Co.

von Marvin König


(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: regionalHeute.de

Goslar. Die AfD will die sogenannte "Gendersprache" aus der städtischen Verwaltung verbannen. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion kürzlich zur Beratung bei der nächsten Stadtratssitzung am 5. Mai eingebracht. Sie argumentiert, dass es keine gesetzliche Legitimation für den Gebrauch des "Gendersternchens" oder anderer Varianten zum Einbezug beider Geschlechter in die Sprache gebe, findet aber in ihrem Antrag auch härtere Worte.



"Aus dem Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts- und Verwaltungssprache von 1989 lässt sich keine Legitimation zur generellen Einführung einer Gendersprache oder Schrift ableiten", erklärt der Fraktionsvorsitzende der AfD im Stadtrat, Dirk Straten: "Dieses Gesetz schreibt lediglich die Nennung beider Geschlechter in Vordrucken des Landes und seiner untergeordneten Körperschaften vor." Auch der Beschluss des Niedersächsischen Landesministeriums über Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache aus dem Jahre 1991 empfehle den untergeordneten Körperschaften für Rechts- und Verwaltungsvorschriften das "gendern" nur, soweit dies sinnhaft sei.

"Ein zu schützendes Kulturgut"


Der Goslarerer AfD-Fraktionsvorsitzende Dirk Straten.
Der Goslarerer AfD-Fraktionsvorsitzende Dirk Straten. Foto: regionalHeute.de




Im weiteren Verlauf des Antrages wirft der Fraktionsvorsitzende den Verantwortlichen sogar einen Missbrauch der deutschen Sprache durch Gendersternchen und Co. vor: "Die Sprache und Schrift eines jeden Volkes stellt ein zu schützendes Kulturgut dar und sollte nicht für ideologische Experimente und Erziehungsmaßnahmen einer Minderheit missbraucht werden", meint Straten und erklärt abschließend: "Laut einer Umfrage von Infratest-Dimap spricht sich lediglich ein Drittel der Befragten für diese Verunstaltung der deutschen Sprache aus. Das Hauptargument der Befürworter, durch die Sprache eine Geschlechtergerechtigkeit herstellen zu müssen, findet nicht einmal bei der Mehrheit der Frauen in diesem Land Zustimmung."


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