Volksbank BraWo mit Rekordergebnis - Riesen-Dividende für die Kunden

Der Erfolg liege vor allem an der Ausrichtung der Bank, nicht nur auf klassisches Banking zu setzen.

von Till Siebert


Präsentierten auf der Vertreterversammlung das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte (v.l.n.r.): Vorstandsmitglied Mark Uhde, Aufsichtsratsvorsitzender Torsten-Armin Kietzmann, Vorstandsvorsitzender Jürgen Brinkmann und Vorstandsmitglied Ralf Schierenböken.
Präsentierten auf der Vertreterversammlung das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte (v.l.n.r.): Vorstandsmitglied Mark Uhde, Aufsichtsratsvorsitzender Torsten-Armin Kietzmann, Vorstandsvorsitzender Jürgen Brinkmann und Vorstandsmitglied Ralf Schierenböken. | Foto: Volksbank BraWo

Braunschweig/Wolfsburg. Kürzlich stellte die Volksbank BraWo im Wolfsburger CongressPark ihre Jahresbillanz vor. Im Geschäftsjahr 2021 habe die Bank das beste Ergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Wie man es geschafft hat, trotz der coronabedingt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl die Kundenanzahl als auch den Gewinn weiter zu vergrößern, erklärt der Volksbank BraWo - Vorstandsvorsitzende, Jürgen Brinkmann, im Gespräch mit regionalHeute.de.



Die Bilanzsumme der Volksbank BraWo stieg gegenüber dem Vorjahr um 556 Millionen Euro oder 10,7 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro. Dabei legte das Kunden-Kreditvolumen um 221 Millionen Euro oder circa 6,7 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zu, das außerbilanzielle Kunden-Kreditvolumen im Vermittlungsgeschäft (Finanzierungshilfen für Unternehmen) um 85 Millionen Euro oder 8,8 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Der Zuwachs des Kunden-Kreditvolumens liegt damit über dem durchschnittlichen Zuwachs auf Verbandsebene von 3,6 Prozent.

Kunden legen weiter an


Der Zufluss von Kundeneinlagen blieb – trotz des Niedrigzinses und des zuletzt wieder anziehenden Konsums – auf einem hohen Niveau. Das Volumen der bilanziellen Kundeneinlagen erhöhte sich 2021 um 11,1 Prozent auf 4,02 Milliarden Euro. Die verwalteten Guthaben der Volksbank-Kunden in Wertpapierdepots, Geldanlagen der Vermögensverwaltung bei der Braunschweiger Privatbank sowie der DZ Bank, in Investmentfonds der Union Investment, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall oder in Lebensversicherungen bei der R+V Versicherung stiegen um 13,2 Prozent (261 Millionen Euro) auf nunmehr 2,23 Milliarden Euro an.

Das gute Abschneiden bedeute für die Kunden effektiv fast ohne Ausnahme keine Minuszinsen, kostenlose Privatkonten, kostenlose Karten und zehn Prozent Dividende plus fünf Prozent Bonus obendrauf.

Die Hintergründe


Dazu, warum die Bank in diese Zeiten so erfolgreich abschnitt, führte Brinkmann die Unternehmensstrategie der Bank an. Anders als früher verdiene die Bank ihr Geld nicht mehr nur dadurch, dass sie Geld einkauft und verkauft, sondern auch im Bereich Finance (Versicherungen und Kapitalanlagen), Real Estate (Immobilien) und Corporate Investments (Investitionen). "Die Investitionen in diesen Bereichen zahlen sich heute aus", so Brinkmann. Habe eine Bank früher Geld für etwa drei Prozent eingekauft und für rund sechs Prozent verkauft, liegt der Einkauf in Niedrigzinszeiten wie heute bei null Prozent und der Zins beim Verkauf bei einem Prozent. Damit sei auch zu erklären, warum sich Banken, die sich auf das klassische Bankgeschäft beschränken, es heute schwer haben und auch, warum viele Filialen daraufhin schließen müssten.

Hohe Einnahmen aus allen Bereichen


Neben den Einnahmen im klassischen Bankengeschäft durch Zinsüberschuss (80 Millionen Euro) verdient die Bank so zum Beispiel 45 Millionen Euro durch Provisionseinnahmen und 65 Millionen durch Mieteinnahmen. Große Gewinne fahre auch die hauseigene Braunschweiger Privatbank ein. Hier kümmere man sich um Kunden ab einer Liquidität von einer Million Euro. In diesem Bereich habe es im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 50 Neukunden gegeben. Die steigenden Geldanlagen erklärt Brinkmann auch durch die Angst vor einer hoch bleibenden Inflation. Bleibe diese weiterhin bei acht Prozent, so bedeute das nach drei Jahren, dass das eigene Geld fast 25 Prozent weniger wert ist.


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