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Warnstreik: Stadtbusse stehen, Kitas bleiben offen



Goslar

Warnstreik: Stadtbusse stehen, Kitas bleiben offen

von Alec Pein


Symbolfoto: Sina Rühland
Symbolfoto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Goslar. Beschäftigte im Öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft ver.di aufgerufen am Dienstag zu streiken. Mitarbeiter von Kindertagesstätten im Landkreis Goslar nehmen nur bedingt teil, erklärt ver.di Mitarbeiter Thomas Starmann gegenüber regionalHeute.de. Der öffentliche Personennahverkehr der Goslarer Stadtbusse wird jedoch gänzlich eingestellt.

Mit eingeschränktem Personal werde die Kinderbetreuung wohl trotz Streik stattfinden, erklärt Starmann. Eltern müssten sich im Landkreis Goslar keine Sorgen machen - bisher gebe es keine Informationen, dass eine Kindertagesstätte gänzlich bestreikt werde. Rückmeldungen gab es von Verkehrsbetrieben, Verwaltungen, Bauhöfen, Kindertagesstätten, Sparkassen, Stadtwerken und Abfallbetrieben. Im Landkreis Goslar rechnet Starmann mit längeren Wartezeiten in Behörden und Ämtern. In Kreis- und Stadtverwaltungen könne es beispielsweise zu längeren Wartezeiten kommen, wobei der Betrieb wohl kaum gänzlich eingestellt werde. Je nachdem wie viele dem Aufruf letztendlich folgen, so Starmann. Die Kreiswirtschaftsbetriebe Goslar nehmen laut ver.di ebenfalls teil. Hier könnte "die ein oder andere Tour ausfallen".


Busse stehen still


In Goslar wird der Streik wohl besonders im öffentlichen Personennahverkehr spürbar: Die "überwiegende Zahl" der Stadtbus-Mitarbeiter aus Goslar nehme teil, so Starmann. Mit Ausfällen müsse aufgrund einer besonders "hohen Beteiligung" aus diesem Bereich gerechnet werden. Die Stadtbus Goslar GmbH teilt auf Nachfrage mit, dass die Busse sogar gänzlich still stehen werden: "Die Stadtbusse fahren den kompletten Tag nicht, die RBB fährt aber", so Angelika Brune von der Stadtbus GmbH.

ver.di erhöht den Druck



Hintergrund ist die dritte Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten in Bund und Kommunen findet, die am 28. und 29. April in Potsdam stattfindet. Ver.di erhöht mit weiteren Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber. „Das vorliegende Angebot von einem Prozent für sieben Monate in diesem Jahr bedeutet real mickrige 0,6 Prozent mehr Gehalt aufs Jahr gerechnet. Das empfinden die Beschäftigten als reine Provokation. Auch die angebotenen zwei Prozent ab 1. Juni nächsten Jahres bedeuten unter dem Strich eine Reallohnsenkung“, sagte ver.di-Landesleiter Detlef Ahting. ver.di fordert sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von einem Jahr.

Nach bereits erfolgten Streik folgen in dieser Woche am Dienstag und Mittwoch weitere in ganz Niedersachsen und Bremen. Für Dienstag hat die Gewerkschaft ver.di Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die Streikenden werden sich um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Trammplatz in Hannover treffen. Auch in Bremen und Nordniedersachsen kommt es am Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik mit einer Kundgebung gegen 12 Uhr auf dem Bremer Markplatz. Am Mittwoch geht es weiter, der Landkreis Goslar soll davon jedoch nicht betroffen sein.


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