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Sturm "Hendrik" in Niedersachsen: Warnung vor Betreten der Wälder



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Warnung vor Betreten der Wälder: Herbststurm "Hendrik" erreicht die Region

Nach einem ungewöhnlich warmen Oktobertag bringt das Tief "Hendrik" Kälte, Sturm und Regen in die Region. Erst am Wochenende ist Besserung in Sicht.

von Marvin König


Auf dem Brocken kann der Wind sogar Orkanstärke erreichen. (Archivbild)
Auf dem Brocken kann der Wind sogar Orkanstärke erreichen. (Archivbild) Foto: aktuell24(BM)

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Region. Mit jeder Stunde, die vergeht, verdichten sich die Prognosen: Am Donnerstag steht der erste richtige Herbststurm bevor. Auf der Vorderseite von Sturmtief "Hendrik" werden am morgigen Mittwoch noch einmal Temperaturen von bis zu 19 Grad erreicht. Die Kraft, mit der Hendrik noch am Mittwoch mediterrane Luft nach Mitteldeutschland pumpt, bekommen wir am Donnerstag in Form von bisweilen heftigen Sturmböen zu spüren. Bereits ab Mittwoch warnen die Landesforsten daher in einer Pressemitteilung vor einem Betreten der Wälder im Harz.



Im Oberharz treten am Mittwoch erste Sturmböen auf. In den höheren Lagen können diese auch schon orkanartig ausfallen. Erste richtige Orkanböen treten im Tagesverlauf auf dem Brocken auf. "Der erste Herbststurm trifft auf stark aufgelichtete und von Borkenkäferschäden ausgedünnte Waldbestände“, erläutert Christian Schulz, Betriebsdezernent des Forstamtes Clausthal. Schulz weiter: "Sie können bei Wind in sich zusammenbrechen und Menschen gefährden." Sämtliche Arbeitskräfte und Forstmaschinen werde man aus dem Wald abziehen - ebenso sollten sich Besucher verhalten.

Orkan und Schneepotenzial


In der Nacht zum Donnerstag nehmen die Windgeschwindigkeiten weiter zu. Zusätzlich breitet sich von Südwesten her ein breites Regenband über der Region aus, das neben immer wiederkehrenden Regenschauern punktuell auch Gewitter bringen kann. Der Höhepunkt der Windböen wird zwischen 8 und 15 Uhr erreicht. In Torfhaus treten dann orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h auf. Auf dem Brocken kann sogar Orkanstärke mit bis zu 120 km/h erreicht werden. Wenn auch abnehmend, machen stürmische Böen den Harz auch am Freitag noch ganztägig unsicher. Auf dem Brocken fällt das Thermometer erstmals unter den Gefrierpunkt - es könnte sogar schneien.


Sturmböen auch im Flachland


Während in Gebirgslagen Begrifflichkeiten wie "Orkan" leichter fallen als im Flachland, bekommt auch der Rest der Region die Kraft von Hendrik zu spüren. Bei milden Temperaturwerten von bis zu 19 Grad werden aber am Mittwochnachmittag vorerst nur Windstärken von bis zu 55 km/h erreicht. Das ist zwar spürbar, kann gesunden Bäumen in der Regel aber noch keine größeren Schäden zufügen. Nach einer kurzen Beruhigungsphase in der Nacht zum Donnerstag nehmen die Windgeschwindigkeiten wieder stark zu und erreichen ihren Höhepunkt am frühen Donnerstagnachmittag. Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 75 und 85 km/h erfassen die Region großflächig. Einzelne Spitzen von bis zu 100 km/h und Gewitter können vom Deutschen Wetterdienst nicht ausgeschlossen werden. Da der Wind am Donnerstag vornehmlich aus Richtung West-Südwest kommt, fällt auch die Mittelmeer-Wärmepumpe aus - es werden nur noch Höchstwerte von bis zu 15 Grad in der Region erreicht.

Stürmisches Wetter auch am Freitag


Nach einer vorübergehenden Beruhigung und geringer Bewölkung in der Nacht zum Freitag übt nun Nordseeluft den größten Einfluss auf das Wetter in der Region aus. Die Höchstwerte am Freitag liegen mit bis zu 9 Grad nur noch im einstelligen Bereich, dazu gibt es am Nachmittag bisweilen auch länger andauernden Regen und weitere stürmische Böen um die 75 km/h. Erst am Samstag nimmt das Sturmgeschehen endgültig ein Ende. Nach aktuellen Prognosen erreicht der Oktober aber keine Temperaturen mehr über 15 Grad. Immerhin - am kommenden Wochenende bekommen wir die Sonne - trotz niedriger Temperaturen - wieder häufiger zu Gesicht und es bleibt trocken.


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