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Was ist aus der Schultheaterwoche geworden?



Wolfenbüttel

Was ist aus der Schultheaterwoche geworden?

von Max Förster


Was ist eigentlich aus der Schultheaterwoche geworden, die vor etwa zehn Jahren im Lessingtheater stattfand? Symbolfoto: Archiv Foto: Sina Rühland

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Wolfenbüttel. In Braunschweig startete am Dienstag die traditionelle Schultheaterwoche (regionalHeute.de berichtete). Aber was ist eigentlich aus der Schultheaterwoche in Wolfenbüttel geworden? Wir haben nachgefragt. 

Vor zirka zehn Jahren wurde von der Theaterpädagogin Angelika Uminski-Schmidt, die zu dieser Zeit beim „Kulturbund der Lessingstadt Wolfenbüttel e. V.“ angestellt war, der Versuch unternommen, auch in Wolfenbüttel eine Schultheaterwoche zu etablieren. "Im Prinzip sollte eine ähnliche Form wie in Braunschweig etabliert werden", teilte Thorsten Raedlein auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung mit. Als Aufführungsort stand das Lessingtheater zur Verfügung, allerdings durfte damals die Hinterbühne aus Sicherheitsgründen nicht weiter bespielt werden, so Raedlein. Den Recherchen der Stadtverwaltung nach sei dies aber aus verschiedenen Gründen nicht weitergeführt worden. Zum einen sei der Arbeitsvertrag ausgelaufen und zum anderen hätten sich nicht genügend Schulen an diesem Vorhaben beteiligt.

Keine künstliche Konkurrenz schaffen


"Die Braunschweiger Schultheaterwoche besteht seit 47 Jahren, ist sehr renommiert und wirkt in die gesamte Region hinein. Deshalb hat ein Auftritt in diesem Rahmen für die Klassen des Darstellenden Spiels einen großen Reiz, da eine große Bandbreite an Theaterformen, Inhalten und ästhetischen Umsetzungen angeboten wird", erklärt Raedlein. "Das Lessingtheater versteht sich als kultureller Partner und möchten keine künstliche Konkurrenz zu dieser sehr gut besuchten Reihe aufbauen", heißt es weiter. Im theaterpädagogischem Konzept des Lessingtheaters finde sich deshalb eine sinnvolle Ergänzung zur Schultheaterwoche in Braunschweig wieder.

Freispiel - Ein neues Format


Die Theaterpädagogin habe nach Rücksprache mit den Lehrkräften entschieden, ein Format unter dem Titel „Freispiel“ anzubieten", heißt es von Raedlein. Ziel dieses Freispiels sei es, den Schülern die Möglichkeit zu geben, Stücke, die sich noch in der Entwicklung befinden, anderen Klassen vorzustellen, Szenen zu spielen, fachliches Feedback und neue Impulse zu bekommen.  2016 fand „FreiSpiel“ erstmals in Kooperation mit dem „Niedersächsischen Schülertheatertreffen“ (Fachverband Schultheater - Darstellendes Spiel Niedersachsen e.V.) statt. Diese „Freispiel“-Tage finden kurz nach dem Beginn des zweiten Schulhalbjahres statt, werden als Vorstufe zur Schultheaterwoche in Braunschweig wahrgenommen und entwickeln sich sehr erfolgreich, erklärt Raedlein. Bisher nahmen 218 Schülerinnen in zwölf Gruppen aus vier Schulen teil.


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