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Was passiert am Messeweg?

von Robert Braumann


Foto: Robert Braumann

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09.02.2015


Braunschweig. Im November wurden die Pläne für die Sanierung des Messewegs vorgestellt (BraunschweigHeute.de berichtete). Es zeigten sich viele Bürger unzufrieden. Es wurde die Sorge geäußert, dass nach dem Ausbau der Schwerlastverkehr wieder auf der Straße fahren könne. Es fand sich die Interessengemeinschaft Messeweg zusammen, die sich jetzt mit einem Schreiben an Ortsbürgermeister Gerhard Stülten wendet und Änderungen an den Planungen forden. Auch SPD, Grüne und BIBS im Stadtbezirksrat Waabe-Schunter-Beberach wollen mit einem Antrag, LKW über 7,5 Tonnen vom Messeweg fern halten.

Die Bauarbeiten am Messeweg sollen 2016 beginnen. Die Strecke wird laut Planung zwischen Riddagshausen und Berliner Straße erneuert und ausgebaut. Dabei soll die Fahrbahn auf sieben Metern verbreitert werden. Der Radverkehr würde in Zukunft auf Radfahrschutzstreifen geführt werden. Die Erneuerung der Fahrbahn sei laut Planung unabdingbar, da die Strecke die Belastung durch die Fahrzeuge nicht mehr aushalte. Mit dem neuen Asphalt und dem Ausbau, könnten aber wohl auch wieder Fahrzeuge über 7,5 Tonnen den Messeweg nutzen.

Bürger wehren sich


Ein Zustand, der für die Interessengemeinschaft Messeweg nicht haltbar ist. Grundsätzlich begrüße man die Sanierung des Messeweges. Allerdings würden dabei einige Schutzziele nicht hinreichend berücksichtigt werden. Dies sei der Immissionsschutz für das Naturschutzgebiet Riddagshausen, die Sicherheit der Radverkehrsteilnehmer sowie der Schutz der Wohn- und Lebensqualität der Anwohner des Messeweges vor erhöhter Lärm- und Immissionsbelastung. Daher fordert die Interessengemeinschaft auf die Umsetzung folgender Maßnahmen hinzuwirken: Beibehaltung des derzeit geltenden Durchfahrtsverbotes für LKW über 7,5 Tonnen, andernfalls Durchführung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung. Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf dem Messeweg auf Tempo 30, zusätzlichen Maßnahmen zur effektiven Entschleunigung des Verkehrsflusses und eine Prüfung alternativer Konzepte zur Führung des Radverkehrs insbesondere im südlichen Bereich des Messeweges. Die  genannten Forderungen der Interessengemeinschaft seien vom BUND ebenso wie vom ADFC sowie der Bürgerschaft  Riddagshausen mit Freundeskreis e.V. explizit unterstützt. Das komplette Schreiben finden Sie hier.

Nicht benötigt?


Auch der Antrag der von SPD, Grünen und BIBS stemmt sich gegen den Schwerlastverkehr. In diesem heißt es: "Auf dem Messeweg bleibt auch nach dem Ausbau die Beschränkung des Lkw-Verkehrs auf Fahrzeuge bis 7,5 t erhalten." Dafür bringen die Antragssteller einige Gründe vor: Der Messeweg würde für die Bewältigung des Schwerlastverkehrs nicht benötigt werden, die hätten die Erfahrungen der letzten Jahren bewiesen. Zudem sei den Anwohnern eine zusätzliche Lärm- und Abgasbelastung keinesfalls zuzumuten.  Es käme schon bei der jetzigen Nutzung des Messewegs zu deutlichen Erschütterungen der Häuser, die das "Geschirr in den Schränken scheppern" liessen." Der Stadtbezirksrat befasst sich am Dienstagabend mit dem Thema, im Planungs- und Umweltausschuss soll am Mittwoch bereits über die Vorlage zum Ausbau des Messewegs abgestimmt werden. BraunschweigHeute.de bleibt für Sie an dem Thema dran.


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