Weber erhebt Dumping-Vorwürfe gegen China

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, wirft China vor, Dumping mit Elektroautos zu betreiben.

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Manfred Weber (Archiv)
Manfred Weber (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Brüssel. Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, wirft China vor, Dumping mit Elektroautos zu betreiben. "Ich teile ausdrücklich nicht die Aussage des deutschen Bundeskanzlers, der kein Problem erkennen will", sagte der CSU-Politiker dem "Handelsblatt". "Was ich sehe, das ist Dumping." Davor müsse Europa die eigene Industrie schützen.


Weber stellt sich mit dieser Forderung auch gegen CDU-Chef Friedrich Merz, der zuletzt vor den Plänen der EU-Kommission gewarnt hatte, chinesische Autoimporte mit Zöllen zu belegen. "Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Amerikaner ihren Markt dicht machen, werden die Überkapazitäten der Chinesen noch stärker an den europäischen Markt kommen", mahnte Weber.

Der EVP-Chef strebt ein Handelsbündnis mit den USA an - eine "Wirtschaftsnato". Gemeinsam hätten Europäer und Amerikaner "die Chance, die globalen Spielregeln auch in den nächsten Jahrzehnten zu prägen", so Weber. Die Politik müsse wieder große Ideen entwickeln, auch wenn diese zunächst unpopulär oder unrealistisch erschienen. Dazu zählt Weber auch Investitionen in das Militär. "330 Millionen Amerikaner werden nicht dauerhaft 440 Millionen Europäer verteidigen", sagte der CSU-Politiker.


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