Wolfsburg. Im vergangenen Monat berichtete regionalHeute.de über zwanzig Laborkatzen, die dank des Engagements des Vereins Tierhilfe Wolfsburg auf der Suche nach einem liebevollen Zuhause waren. Das Schicksal der Samtpfoten hat viele Menschen in der Region bewegt. Wir haben nun nachgefragt, wie es ihnen seither ergangen ist.
Wie Jenny Bastian von der Tierhilfe Wolfsburg e.V. schildert, sei die Resonanz auf die Geschichte der Vierbeiner überwältigend gewesen – man habe weit über 100 Nachrichten von potenziellen neuen Besitzern aus ganz Deutschland erhalten. Ein Teil der Tiere habe inzwischen bereits liebevolle Plätze gefunden. Einige Katzen lebten mittlerweile in Hannover, Braunschweig, Goslar, Oschersleben sowie im Raum Magdeburg. Andere befänden sich aktuell noch auf Pflegestellen – derzeit würden noch sieben Katzen auf ein dauerhaftes Zuhause warten.
Das ist besonders berührend
Besonders berührend seien für die Tierschützer die kleinen Momente, die für andere Katzen selbstverständlich seien: Der erste Schritt ins Freigehege, der erste Wind im Fell oder das neugierige Beobachten von Vögeln und Hummeln. Der Moment, in dem eine Laborkatze zum ersten Mal einer Hummel hinterherläuft, sei gleichzeitig wunderschön und erschütternd. Wunderschön, weil man sehe, wie viel Lebensfreude in diesen Tieren steckt. Und erschütternd, weil einem gleichzeitig bewusst werde, dass sie all das zuvor nie erleben durften.
Leider seien Tierversuche auch heute noch Realität. Jedes Jahr würden in Deutschland Millionen Tiere, darunter Mäuse, Ratten, Hunde, Katzen und viele andere, in Versuchseinrichtungen eingesetzt. Für die Tierschützer seien die geretteten Katzen jedoch weder Zahlen noch Versuchstiere – für sie seien die Stubentiger vielmehr 20 Gründe, warum Tierschutz wichtig ist.


