Braunschweig/Gifhorn. Das Forstamt Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesforsten bejagt am kommenden Dienstag, den 20. Januar, die Waldgebiete bei Eickhorst und Thuner Sundern. Das Forstamt bittet alle Verkehrsteilnehmer, entlang der K58 besonders aufmerksam zu fahren und alle Waldbesucher, an diesem Tag auf andere Waldgebiete auszuweichen.
Während der Jagd können entlang der alten Kreisstraße 58 unerwartet Wildtiere und Jagdhunde die Straße queren. Revierleiter Michael Cordes von der Revierförsterei Barnbruch bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und darum, besonders aufmerksam zu fahren. Zudem appelliert er an alle Waldbesucher, sich an die Sperrungen zu halten und Warnschilder nicht zu ignorieren. Wer in der Jagdzeit nicht auf den Waldspaziergang verzichten möchte, wird gebeten, an diesem Tag auf andere Wälder auszuweichen.
„Die Sperrungen dienen der Sicherheit von Wildtieren, Jagdhunden, Autofahrern und Spaziergängern gleichermaßen“, betont Cordes. Hinweisschilder und an Waldwegen aufgehängtes Absperrband weisen auf die Jagd hin. Diese werden direkt vor der Jagd aufgestellt beziehungsweise aufgehangen und danach zügig wieder entfernt.
Das sind die Gründe für die Jagd
Ein übergeordnetes Ziel der Niedersächsischen Landesforsten sei, dass sich der Wald durch die Samen, die von den Bäumen fallen, selbst verjüngen kann. Diese Naturverjüngung fördere die Gesundheit und Vielfalt im Wald und helfe ihm, sich an die Klimaveränderungen anzupassen. Wildtiere wie Rehe und Hirsche fressen die Keimlinge, Knospen, Triebe und Rinde junger Waldbäume. Ist die Anzahl der Tiere zu hoch, gefährde ihr Verbiss die Verjüngung im Wald. Durch die Jagden werde die Anzahl der Wildtiere reguliert und an die Gegebenheiten des Waldes angepasst.
Ein weiterer wichtiger Grund für die Jagd sei die Prävention von Wildkrankheiten und Seuchen wie der Afrikanischen Schweinepest. Deshalb stehe auch die Reduktion der Wildschweinpopulation im Fokus.

