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„Hitler war’n Spast und’n Mörder"



Wolfenbüttel

„Hitler war’n Spast und’n Mörder"


Die Sonderausstellung „Es lebe die Republik! Die frühen Weimarer Jahre in Wolfenbüttel“ endet am 2. September. An diesem Wochenende findet die Finissage statt. Foto: Museum Wolfenbüttel
Die Sonderausstellung „Es lebe die Republik! Die frühen Weimarer Jahre in Wolfenbüttel“ endet am 2. September. An diesem Wochenende findet die Finissage statt. Foto: Museum Wolfenbüttel Foto: privat

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Wolfenbüttel. „‚Hitler war’n Spast und’n Mörder – was soll ich seine Biographie lesen?‘ ‚Mein Kampf‘ in der Schule. Eine Diskussion“ lautet der Titel des Buches, das Prof. Dr. Matthias Steinbach am Sonntag, 26. August, im Rahmen einer Finissage zum Abschluss der Sonderausstellung „Es lebe die Republik! Die frühen Weimarer Jahre in Wolfenbüttel“ präsentiert.



Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Schloss Wolfenbüttel (Oberes Foyer). Der Eintritt ist frei. Das teilt die Stadt Wolfenbüttel mit. Im Anschluss an die Abschlussveranstaltung findet eine Führung durch die Sonderausstellung statt.

Hintergrund


1926 ist von republikanischer Euphorie nicht mehr viel zu spüren. Hitlers Buch „Mein Kampf“, dessen zweiter Band in diesem Jahr erscheint, weist den Weg in ein anderes, faschistisches Deutschland. Die Kampfschrift gegen den Parlamentarismus, für „Führerstaat“ und „Volksgemeinschaft“, wird zu einem Weimarer Bestseller.

Noch immer schwieriges Verhältnis


Seit 2016 ist das tabuisierte Buch, das Hitler nach dem gescheiterten Putsch am 9. November 1923 gegen die Weimarer Republik während der folgenden Festungshaft 1924 geschrieben hatte, in einer kritischen Edition des Instituts für Zeitgeschichte München wieder erhältlich. Und gleich wurden Stimmen laut, es möge doch in den Schulen Verwendung finden: zur Erklärung des Nationalsozialismus, zur Immunisierung gegen rechtes Gedankengut und zum Einüben demokratischen Handelns. Studierende und Dozenten der Technischen Universität Braunschweig, Lehrerinnen und Lehrer der Region sowie städtisches Publikum reagierten auf die Debatte und ein in Sachen Hitler noch immer schwieriges Verhältnis von Wissenschaft und Unterricht wie von Geschichte und Geschichtspolitik.


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