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"Weiße Flecken" erschließen: Anträge für geförderten Breitbandausbau laufen

Die Stadt Braunschweig will „weiße Flecken“ mit Mitteln von Bund und Land erschließen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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19.06.2020

Braunschweig. Das Wirtschaftsdezernat der Stadt Braunschweig hat in den vergangenen Wochen erste Anträge für den geförderten Breitbandausbau im Stadtgebiet gestellt. Neben unterversorgten Gewerbegebieten und Schulen könnten davon bis zu 250 weitere Adressen profitieren. Der von Bund und Land geförderte Glasfaserausbau soll den privatwirtschaftlichen Ausbau ergänzen und sogenannte "weiße Flecken" im Braunschweiger Stadtgebiet erschließen. Dies teilt die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.


Nachdem der Rat im März grünes Licht für das von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehen gegeben hatte, habe das Wirtschaftsdezernat noch im selben Monat Förderanträge für die Gewerbegebiete Wenden-Süd, Wenden-Wendebrück und Thune-Hafen gestellt. Während die Bewilligung der Mittel noch ausstehe, habe die Verwaltung Gespräche mit Unternehmen in anderen Braunschweiger Gewerbegebieten geführt, die ebenfalls für eine Förderung infrage kommen könnten. Voraussetzung sei, dass in einem Gewerbegebiet mindestens drei Betriebe als unterversorgt im Sinne der Förderrichtlinie gelten, also beispielsweise nicht an jedem einzelnen Arbeitsplatz über Bandbreiten von mindestens 30 Mbit verfügen könnten. Insgesamt prüfe die Verwaltung dabei bis zu 400 weitere Adressen in Gewerbegebieten.

"Der privatwirtschaftliche Ausbau durch BS Energy, die Telekom und andere Infrastruktur-Unternehmen kommt mehr und mehr in Schwung", so Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. Doch wo sich der Ausbau aus Sicht der Anbieter nicht lohne, würden sogenannte "weiße Flecken" – und damit unterversorgte Betriebe – zurückbleiben. "Für die Unternehmen am Standort Braunschweig sind zukunftsfähige Internetanschlüsse existenziell wichtig", so Leppa. Deshalb wolle die Stadt mithilfe der Fördermittel da punktuell nachhelfen, wo die ansässigen Betriebe ansonsten vor großen Problemen stünden.

Schulen den Zugang zu schnellem Internet schaffen



Die Braunschweiger Schulen hätten bereits jetzt weitgehend Zugang zu schnellem Internet. Dennoch gebe es auch hier einzelne Adressen und Gebiete, in denen noch keine ausreichenden Bandbreiten zur Verfügung stehen. Für aktuell sieben Schulen habe die Verwaltung daher Fördermittel beantragt: Braunschweig-Kolleg/Abendgymnasium, Freie Schule Braunschweig, Grundschule Stöckheim (Abteilung Leiferde), Christliche Schule Braunschweig, Lotte-Lemke-Schule, Berufsfachschule für Ergotherapie (Institut für Weiterbildung in der Alten- und Krankenpflege) sowie die Paracelsus-Heilpraktikerschule.

Neben Schulen und Gewerbegebieten habe das Wirtschaftsdezernat zudem Adressen mit hoher Nutzungsdichte wie Mehrfamilienhäuser, Bürokomplexe sowie einige entfernt gelegene Einzeladressen in den Fokus genommen und hierbei zusätzlich einen Sammelantrag für rund 250 "weiße Flecken" gestellt, die im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens identifiziert wurden.

Sobald die Bewilligungen für die Förderung vorliegen, würden die Bauarbeiten EU-weit ausgeschrieben werden. Der anschließende Ausbau könne voraussichtlich ab 2021 erfolgen.


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