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Weiter Kritik am Baugebiet im Holzmoor

von Robert Braumann


Baugebiet im Holzmoor in Querum, Foto:  privat
Baugebiet im Holzmoor in Querum, Foto: privat Foto: privat

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10.09.2016

Braunschweig. In einer Reaktion auf den Artikel von regionalHeute.de zum aktuellen Stand beim Baugebiet Holzmoor, kritisiert, Kristine Schmieding, Grüne, Bezirksrat 112 dass es weiterhin nur unzureichende Lösungen für die von der Räumung betroffenen Personen gebe.



Ihre Stellungnahme wird im Folgenden ungekürzt und unkommentiert veröffentlicht.
Der Artikel „Baugebiet im Holzmoor - Weiter keine endgültige Lösung“ vom 25. August vermittelt meiner Meinung nach ein sehr einseitiges Bild. Denn es geht weniger darum, dass „von den anfangs mehr als 100 Mietern und Pächtern. . . lediglich mit drei Parteien noch keine Vereinbarungen getroffen worden“ sind, sondern um die 16 Parteien, die dauerhaft im Holzmoor wohnen und von denen
vier Parteien bisher keine andere Wohnmöglichkeit finden konnten. vier von 16, also ein Viertel dieser Parteien haben noch keine „einvernehmliche Lösung“ und damit noch keine Zukunftsperspektive gefunden. Das ist bestimmt kein geringer Anteil. Im Stadtbezirksrat 112 wurde uns am Montag mitgeteilt: "Nach Aussage des Investors wurden mit mehr als 80 Parteien einvernehmliche Lösungen gefunden. Den verbleibenden vier Parteien wurden nach Aussage des Investors Angebote unterbreitet."

Warum gibt die Verwaltung nur die Aussagen des Investors an den Bezirksrat weiter und befragt die verbleibenden Parteien nicht selbst? Es bleibt ein mehr als ungutes Gefühl bei dieser Vorgehensweise. Die Mehrheit des zuständigen Stadtbezirksrats (SPD, Grüne, BIBS) hat die entsprechende Stellungnahme der Stadt jedenfalls ausdrücklich "nichtzustimmend zur Kenntnis" genommen.

Mir sind alle vier verbliebenen Parteien persönlich bekannt. Sie wurden von städtischer Seite bisher nicht nach den Angeboten gefragt, die man ihnen gemacht hat. Waren diese überhaupt akzeptabel, auch was Kosten und Lage betrifft? Das muss bezweifelt werden. Gespräche bringen aber ohne entsprechende Angebote nichts und bedeuten einen erheblichen psychischen Druck für die Betroffenen. So soll eine der Parteien, die im Gegensatz zu den anderen als Untermieter im Holzmoor wohnt, ihr Haus bis zum 31.03.2017 räumen, weil die Hauptmieterin dies mit dem Investor vereinbart hat. Diesen Untermietern wurden bisher noch gar keine Angebote gemacht und sie konnten selber auch noch keine andere Bleibe finden. Das Haus steht im Übrigen auch niemandem im Wege, zumindest so lange nicht, bis dort gebaut wird - und das kann noch Jahre dauern.


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