Weitere Tarifeinigung bei VW - Mehr Geld für über 9.000 Beschäftigte

Bei der Volkswagen Group Services ist man zu einem Abschluss gekommen. Für manche gibt es schon ab Dezember mehr Lohn.

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Region. Nachdem durch den Tarifabschluss zum Haustarifvertrag bei Volkswagen eine gute Grundlage gelegt worden sei, erfolgte nun auch eine Tarifeinigung bei der Volkswagen Group Services. Das berichtet die IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in einer Pressemitteilung.



Vorausgegangen sei ein 17-stündiger Verhandlungsmarathon von Dienstag auf Mittwoch. Von dem Abschluss profitierten mehr als 9.000 Beschäftigte an den Standorten in Wolfsburg, Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Ingolstadt. Auf materieller Seite erfolgt zum 1. Juni 2023 eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 5,2 Prozent, im Jahr darauf zum 1. Mai 2024 folgen weitere 3,3 Prozent. Außerdem erfolgt die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro in zwei Schritten, im Februar 2023 (2.000 Euro) sowie im Februar 2024 (1.000 Euro). Auszubildende und Studierenden im Praxisverbund erhalten insgesamt 1.500 Euro und somit jeweils hälftiges Volumen zu den Auszahlungsterminen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Höherer Lohn im Eventbereich


Ferner gibt es vorab spezifische Erhöhungen für einzelne Geschäftsbereiche in der Volkswagen Group Services: So erhalten alle Beschäftigten im Bereich Gastronomie/Eventbereich ab 1. Dezember eine Erhöhung ihres Stundenlohnes um 1,99 Euro, was für einen Vollzeitbeschäftigten mehr als 300 Euro im Monat ausmacht. Mit den weiteren Entgelterhöhungen von 5,2 Prozent und 3,3 Prozent während der Laufzeit des neuen Entgelttarifvertrages ergibt sich dann eine Erhöhung von insgesamt 23,5 Prozent beim sogenannten Eckentgelt.

Auch im Bereich Logistik steigt das Stundenentgelt vorab um einen Euro, was zu einer monatlichen Entgeltsteigerung von 153 Euro führt. Das entspricht einer Soforterhöhung von 6,55 Prozent und einem Gesamtvolumen über die Laufzeit des Tarifvertrages beim Eckentgelt um fast 16 Prozent. Und schließlich gibt es auch im Bereich der sogenannten „Allgemeinen Dienstleistungen“ eine Soforterhöhung von zirka 2 Prozent bei einem Gesamtvolumen von 10,81 Prozent über die Laufzeit des Tarifvertrages.

„Freie Tage statt mehr Geld“


Die Wandlungsoption „freie Tage statt mehr Geld“ bei der tariflichen Zusatzvergütung (T-ZUV) wird vollständig für die Beschäftigten geöffnet: Sie können künftig zwischen drei Optionen wählen: Nur Geld, das heißt 27,5 Prozent Extrazahlung im August, die hälftige Aufteilung in 13,75 Prozent plus drei freie Tage oder die komplette Umwandlung in sechs freie Tage. Bei der Volkswagen Group Services müssen zudem zukünftig die Studierenden im Praxisverbund beim Begleichen ihrer Semesterbeiträge nicht mehr in Vorleistung gehen. Sie erhalten früher und in höherem Umfang ihren Semestergebührenzuschuss – jetzt in Höhe von 395 Euro brutto, aber sichergestellt auch mindestens 360 Euro netto.


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