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Werten Banken Häuser um die Asse ab?



Wolfenbüttel

Werten Banken Häuser um die Asse ab?

von Jan Borner


Symbolbild. Foto: Archiv
Symbolbild. Foto: Archiv Foto: Marc Angerstein

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Wolfenbüttel. Für Käufer von Immobilien in Asse-Nähe könnte sich der Atommüll negativ auf die Finanzierung auswirken. Einem Bericht des NDR zufolge, bewerten Banken Immobilien in Nähe der Asse nämlich deutlich schlechter als in benachbarten Landkreisen. Demnach werden Häuser in Asse-Nähe als Risiko-Immobilien eingestuft, was die Finanzierung schwieriger mache und die Zinsen steigen lasse. Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg bezeichnet dies als besorgniserregend und kündigt an, die Geldinstitute anschreiben zu wollen.

Bei den Banken soll es ein Bewertungsprogramm geben, das Häuser in einem nicht genau spezifizierten Umfeld um die Asse als Risiko-Immobilien einstuft. Das berichtet der NDR, der sich mit den Informationen auf anonyme Angestellte von verschiedenen Geldinstituten beruft. Eine Finanzierung einer solchen Immobilie werde damit zur Risiko-Finanzierung, bei der ein großer Teil des selbst eingebrachten Eigenkapitals als "Asse-Wertverlust" abgezogen werde. Die Finanzierung würde für den Käufer dadurch dementsprechend schwieriger, was sich auch auf die Anhäufung der Zinsen auswirkt.

"Das dürfen wir nicht hinnehmen"


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Der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg, Foto: S. Nickel



Der Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg betont in diesem Zusammenhang, dass Wert- und Imageverluste für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger, die um die Asse wohnen, als auch für die Region insgesamt die Folge sein könnten. "Sowohl Käufer und in Folge dann auch die Verkäufer von Immobilien, letztlich die Eigentümer generell. würden benachteiligt, wenn diese Berichte zutreffen. Das dürfen wir nicht hinnehmen", so der CDU-Landtagsabgeordnete. Oesterhelweg möchte sich nach eigener Aussage deshalb noch diese Woche an die hiesigen Geldinstitute wenden, um Aufklärung über die Frage zu erhalten, ob solche Programme existieren. "Wir haben mit der Schaffung des Assefonds einen enormen Schritt getan, um die Region für die diversen Nachteile zumindest teilweise zu entschädigen, die durch die Einlagerung des Atommülls und die zähe Diskussion bzw. den langen Weg bis zur Rückholung entstandenen Nachteile entstanden sind oder noch entstehen werden. Solche Vorgehensweisen unserer Geldinstitute wären kontraproduktiv. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, Schäden von der Region und den Menschen abzuwenden", betonte Frank Oesterhelweg.


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