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Wie gehen Schulen im Landkreis mit Flüchtlingskindern um?



Wolfenbüttel

Wie gehen Schulen im Landkreis mit Flüchtlingskindern um?

von Max Förster


Sprachlernklassen sollen erste deutsche Sprachkenntnisse vermitteln. Foto: Anke Donner
Sprachlernklassen sollen erste deutsche Sprachkenntnisse vermitteln. Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Am heutigen Donnerstag beginnt nach sechs Wochen Pause wieder die Schule. Mit der Einschulung werden auch Flüchtlingskinder in den Schulalltag starten und so müssen unter anderem auch Sprachbarrieren überwunden werden. Wie wird im Landkreis mit der Situation umgegangen? RegionalWolfenbüttel.de hat sich erkundigt.

Auf Anfrage von RegionalWolfenbüttel.de teilte die Pressesprecherin des Landkreises Kornelia Vogt mit, dass Kinder, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, zunächst eine der vorhandenen Sprachlernklassen besuchen werden. Diese sind zurzeit an folgenden Schulen vorzufinden: die Haupt- und Realschule Remlingen, die Grundschule Karlstraße in Wolfenbüttel, die Grundschule am Geitelplatz in Wolfenbüttel und die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Carl-Gotthard-Langhans-Schule mit jeweils einer Klasse sowie die Erich-Kästner-Hauptschule in Wolfenbüttel, die gleich zwei Sprachlernklassen besitzt. Die Grundschule am Geitelplatz habe nach Informationen des Schulreferats derzeit noch Kapazitäten für Kinder aus dem Stadtgebiet frei und an der CGLS wäre bei Bedarf noch eine zweite Klasse möglich. Eine Sprachlernklasse besteht aus etwa 16 bis 20 Kindern, teilte Kornelia Vogt mit.

Lehrkräftemangel für Deutsch als Fremdsprache


Zurzeit fehlen Lehrkräfte, die über die Qualifikation verfügen, Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten, daher könne der Landkreis nicht so viele Sprachlernklassen einrichten, wie nötig wären. Hierzu laufe bereits eine Ausbildungsoffensive des Landes Niedersachsen, um weitere Lehrkräfte zu qualifizieren, berichtet die Pressesprecherin des Landkreises. Die nicht ausreichende Kapazität an Fachpersonal habe zur Folge, dass Flüchtlingskinder, die wenig Deutsch sprechen, normale Schulklassen besuchen und dort speziell gefördert werden müssen. Dies stelle für die Lehrkräfte an den Schulen eine große Herausforderung dar.


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