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Wie steht es mit der Hygiene im Klinikum?

von Alexander Dontscheff


Das Thema Hygiene wird am Städtischen Klinikum groß geschrieben. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe
Das Thema Hygiene wird am Städtischen Klinikum groß geschrieben. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe

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07.02.2017

Braunschweig. In einem Bericht der ARD über Defizite im Hygienestandard in deutschen Krankenhäusern fand auch das Städtische Klinikum Braunschweig Erwähnung. Der Beitrag ist umstritten. Zudem befasste sich gestern der Ausschuss für Soziales und Gesundheit damit.


"Dies ist ein Thema, das viele Menschen bewegt", begründete Claas Merfort die Anfrage der CDU-Fraktion, auch wenn die Seriosität des Berichtes in Fachkreisen in Frage gestellt wird. Dieser sei zweifelhaft und operiere mit fragwürdigen Zahlen, befand Professor Dr. Wilfried Bautsch, Chefarzt des Instituts für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene.

Bautsch musste allerdings einräumen, dass die im Beitrag genannten Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in der Tat in einem Punkt nicht erfüllt werden. Man habe keinen Hygienebeauftragten im Bereich Pflege. Dies sei allerdings der "softeste Teil der Empfehlung", da besagter Pfleger lediglich als Ansprechpartner benannt wird und keinerlei Qualifikationen nachweisen muss. Das Städtische Klinikum habe stattdessen in jeder klinischen Abteilung einen, in Hygienefragen extra ausgebildeten, Arzt.

Zudem sei man in dieser Frage in der Region durch das Hygienenetzwerk, dem alle Kliniken, Gesundheitsämter und viele Seniorenheime und Pflegedienste angeschlossen sind, besonders gut aufgestellt.

Auf Anfrage von Ausschussmitglied Dr. Hans E. Müller berichtete Professor Bartsch, dass nur Risikopatienten (etwa ein Drittel der eingelieferten Personen) vorab auf Keime gescannt würden.


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