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Wildtiere werden immer öfter nach Wolfsburg gelockt

von Christoph Böttcher


Auch Gänse zählen offiziell zu den Wildtieren und dürfen auch nicht gefüttert werden. Foto: Thorsten Raedlein
Auch Gänse zählen offiziell zu den Wildtieren und dürfen auch nicht gefüttert werden. Foto: Thorsten Raedlein

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13.01.2017

Wolfsburg. Die Stadt sieht sich immer öfter durch Wildschweine und andere Tiere bedroht, die aufgrund illegaler Fütterungen von Anwohnern oder durch Müll in die Wohnsiedlungen vordringen.



Derzeit kommt es immer wieder zu Meldungen von Wildschweinen, die innerhalb Wolfsburgs Grünflächen verwüsten. regionalHeute.de sprach dazu mit dem Kreisjägermeister Wolfgang Lüer. Er berichtete, dass in einem Kleingartenverein in Detmerode einige Gärten verwüstet wurden, mutmaßlich von Wildschweinen. Was die Tiere in diesem Fall konkret anlockte, ist allerdings nicht eindeutig auszumachen. Bei einem Wohnhaus liegt der Fall hingegen deutlich klarer: Anwohner sollen von einem Balkon aus Wildschweine gefüttert haben. Was vermutlich zufällig begann, entwickelte sich zu einer Art Event. So sollen die Bewohner sogar Freunde zum Füttern eingeladen habe. Die Schweine gewöhnten sich dann sehr schnell daran, sodass sie bei ausbleibender Nahrung von oben die Grünflächen umgruben.

Teurer Spaß


Lüer betonte im Gespräch, dass es sich beim Füttern von Wildtieren nicht um ein Kavaliersdelikt handelt. 5.000 Euro Strafe können anfallen und das nicht nur bei Wildschweinen. Auch Gänse oder Enten gelten offiziell als Wildtiere und fallen somit ebenso unter das Fütterungsverbot. Lüer will auf jeden Fall verhindern, dass Wolfsburg ähnliche Probleme bekommt wie Berlin, wo die Behörden "nicht mehr Herr der Lage sind".


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