Winterdienst in der Region: Reicht das Streusalz für Tief „Elli“?

Aktuell sorgt Tief „Elli“ mit anhaltenden Schneefällen und Wind für winterliche Verhältnisse in der Region. Wie sieht es da mit den Streusalzvorräten aus?

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Symbolfoto | Foto: Matthias Kettling

Region. Der Winter hat die Region mit Schnee, Eis und Glätte schnell im Griff. Räumdienste sind im Dauereinsatz und in einigen Kommunen in der Republik wird das Streusalz bereits knapp. Vor diesem Hintergrund ist regionalHeute.de der Frage nachgegangen, ob die Städte in der Region ausreichend mit Streusalz ausgestattet sind, um den Winterdienst aufrechterhalten zu können.



Aktuell sorgt Tief „Elli“ mit anhaltenden Schneefällen und Wind für winterliche Verhältnisse in der Region, was örtlich zu glatten Straßen und Behinderungen im Verkehr führt. Trotz der anhaltenden Wetterlage, scheinen die Kommunen bei der Streusalzbevorratung vorerst gut aufgestellt zu sein. Das ergab eine Abfrage von regionalHeute.de in den Städten Wolfenbüttel, Salzgitter und Goslar sowie beim Entsorger ALBA in Braunschweig.

Salzgitter: Vorbereitet auf Schneematsch und Eis


Bei Wetterlagen wie der aktuellen sind laut dem Städtischen Regiebetrieb (SRB) in Salzgitter reine Streueinsätze oft ausreichend. Da Schnee selten lange liegen bleibt und meist geräumt werden muss, bevor er zu Schneematsch wird, seien Fahrzeugflotte und Organisation speziell auf diese Bedingungen eingestellt.

Je nach Härte des Winters, schwanke in Salzgitter der Salzverbrauch stark: Während in milden Jahren etwa 200 Tonnen genügen, stieg der Bedarf im schneereichen Winter 2021/2022 auf bis zu 900 Tonnen an. Aktuell hält der SRB auf dem zentralen Betriebshof rund 500 Tonnen Streusalz, 35.000 Liter Sole und 150 Tonnen Splitt bereit. Die Lager werden bei Bedarf kontinuierlich aufgefüllt, erklärt Stadtsprecherin Christine Flechner.

Wolfenbüttel: Nachschub rollt trotz Wetterkapriolen


In Wolfenbüttel berichtet Stadtsprecherin Nadine Gutzeit von einer vollen Bevorratung zu Beginn der Schneefälle. „Gestern kam eine bestellte Nachlieferung an“, so Gutzeit. Derzeit lagern noch rund 180 Tonnen Streusalz, weitere 80 Tonnen werden noch für den heutigen Tag erwartet – sofern die LKW witterungsbedingt durchkommen. Für das bevorstehende Wochenende und die kommende Woche sind bereits weitere 125 Tonnen eingeplant.

Trotz der guten Bevorratung und des Schichtdienstes der Teams gibt die Stadt zu bedenken, dass bei starkem Schneefall nicht überall gleichzeitig geräumt werden könne. Mit vorübergehenden Einschränkungen im Stadtgebiet sei daher weiterhin zu rechnen.

Goslar: Verantwortungsvoller Einsatz der Ressourcen


Auch in Goslar ist der Vorrat laut Stadtsprecherin Daniela Siegl aktuell ausreichend. Dennoch agiert die Stadt vorsichtig: „Die vorhandenen Ressourcen werden derzeit verantwortungsvoll eingesetzt, um mögliche Engpässe zu vermeiden.“

Obwohl Nachbestellungen in großem Umfang bereits frühzeitig ausgelöst wurden, kommt es aufgrund der bundesweit hohen Nachfrage derzeit zu Verzögerungen bei den Anlieferungen. Die Priorität liege hier darauf, die Verkehrssicherheit im Stadtgebiet durchgehend zu gewährleisten.

Für Braunschweig, wo ALBA für den Winterdienst zuständig ist, liegt bisher noch keine Antwort vor.