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Wo beginnt Ihre Privatsphäre? Vortrag zur Internetsicherheit



Wolfenbüttel

Wo beginnt Ihre Privatsphäre? Vortrag zur Internetsicherheit


Referent Stefan Schaper. Foto: GiS
Referent Stefan Schaper. Foto: GiS Foto: privat

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Wolfenbüttel. Jeder kann Bilder ins Netz stellen. Oft landen dabei aber nicht der niedliche neue Welpe oder das tolle Outfit im Internet, sondern persönlichste und privateste Inhalte. Stefan Schaper, Medienreferent des Arbeitskreises Medien Niedersachsen und zertifizierter Elternmedientrainer, hielt bei seinem Vortrag in der Aula des Gymnasiums im Schloss (GiS) seinen (wenigen) Zuhörern eindringlich die Gefahren für unsere Privatsphäre vor Augen. Das berichtet das GiS.



„Wo beginnt eigentlich unsere Privatsphäre?“, fragte der Referent. „Das Babybild bei WhatsApp amüsiert die Verwandtschaft, ist aber 15 Jahre später einem jungen Menschen vielleicht extrem peinlich!“ WhatsApp, Instagram, Snapchat und YouTube: diese Medien vergessen niemals etwas, selbst wenn man Inhalte vermeintlich gelöscht hat.

Sind unsere Kinder zu unvorsichtig im Umgang mit den modernen Medien? Stefan Schaper wollte das nicht verallgemeinern: „Die Kinder handeln so, wie wir es ihnen vorleben!“ Eindrücklich wies der Referent darauf hin, wie wichtig feste Regeln für den Umgang mit Smartphone und Co. sind: das Handy nachts aus dem Kinderzimmer und mittags beim Essen verbannen, die Zeit im Netz begrenzen, WhatsApp-Gruppen aufteilen, um Zeit fressende Mail-Fluten zu vermeiden – „Heute können schon Fünfjährige Smartphones bedienen, aber den Umgang damit müssen wir ihnen zeigen!“ forderte Stefan Schaper.


Nur etwa 15 Besucher


Bedauerlich war, dass nuretwa 15 Erwachsene zu Schapers hochinteressantem und wirklich relevantem Vortrag gekommen waren. Die Entwicklung der modernen digitalen Medien hat innerhalb von zehn Jahren ein rasantes Tempo erreicht - da ist mancher vielleicht von der Schnelligkeit des Wandels überfordert und mag sich nicht mit den Problemen einer neuen, umwälzenden Technologie befassen. Oder haben die Handy-Apps schon so sehr von unserem Leben Besitz ergriffen, dass wir nicht mehr auf den Schutz unserer Privatsphäre und der unserer Kinder achten zu müssen glauben?


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