Region. Mehr Windräder an Land – so lautet eine gesetzliche Vorgabe in Niedersachsen mit entsprechenden Zielen. Dafür muss auch die Region Braunschweig zulegen in Sachen Windenergie. Die entsprechende Flächenplanung für die gesamte Region geht jetzt in die nächste Etappe. Federführend hatte der Regionalverband Großraum Braunschweig bereits vor zwei Jahren neue Gebiete geplant und einen entsprechenden Entwurf ausgelegt. Jetzt hat der Verband anhand eingegangener Anmerkungen Änderungen vorgenommen und einen zweiten Entwurf erarbeitet, der nun wieder ausgelegt wird. So hat es die Verbandsversammlung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.
Die Verbandsverwaltung hatte laut einer Pressemitteilung insgesamt 1.600 Stellungnahmen mit mehr als 6.500 Einzelbelangen bearbeitet, geprüft und gegebenenfalls berücksichtigt und eingearbeitet. Das berichtet der Regionalverband in einer Pressemitteilung. Auf Grundlage der Stellungnahmen und neuer Erkenntnisse sind 56 Gebiete im Vergleich zum ersten Entwurf aus 2025 abgeändert worden. Acht Standorte werden nicht mehr als Vorranggebiete festgelegt. So wird es laut Planungsentwurf nur noch 80 zu vormals 88 Vorranggebieten für die Nutzung durch Windenergie in der Region geben.
Fläche zwischen Gifhorn und Peine entfällt
Weggefallen ist zum Beispiel eine große Fläche zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen an der Grenze der Landkreise Gifhorn und Peine, die im ersten Entwurf noch vorgesehen war. Hinzugekommen ist dagegen etwa eine Fläche südlich von Kirchberg bei der Stadt Seesen im Landkreis Goslar. Viele Flächen haben sich derweil nur an manchen Stellen verschoben, die meisten haben sich allerdings im Vergleich zum ersten Entwurf nicht verändert. Bei der Planung berücksichtigte der Verband unter anderem den Abstand zu Wohngebieten und auch zu einzelnen Wohnhäusern. Die Abstände dieser Vorranggebiete untereinander spielen ebenfalls eine Rolle.
Bis 2027 sollen in der Region 2,46 Prozent der Flächen (rund 12.500 Hektar) für Windenergie festgelegt sein. Die nun vorgelegten Vorranggebiete entsprechen rund 2,9 Prozent der Regionsfläche (knapp 15.000 Hektar) und übertreffen das Ziel damit deutlich. Ergänzend ermöglicht die Gemeindeöffnungsklausel zusätzliche kommunale Flächen, die auf das 2032er-Ziel angerechnet werden können, teilt der Regionalverband mit.
Die Pläne zum zweiten Entwurf werden online, aber auch in Papierform einsehbar sein. Bisher hat die Auslegung aber noch nicht begonnen. Wann es damit genau losgeht, hat der Regionalverband nicht mitgeteilt.

