Cramme. Wer derzeit durch Cramme fährt, könnte sich verwundert die Augen reiben, denn das dortige Ortsschild sieht anders aus, als man es gewohnt ist. regionalHeute.de hat beim Landkreis Wolfenbüttel nachgefragt, was es damit auf sich hat.
Die Beschilderung, die derzeit am Ortseingang von Cramme zu sehen ist, wirkt durchaus kurios und sorgt bei so manchem Verkehrsteilnehmer für Verwirrung. Dass man bei der Vielzahl von zugelassenen Verkehrszeichen nicht jedes einzelne sofort im Kopf hat, ist nichts Ungewöhnliches, doch das Schild, das derzeit in Cramme zu finden ist, sieht dann doch ziemlich gewöhnungsbedürftig aus: Auf einem üblichen gelben Ortsschild, wie man sie überall findet, wurden runde Schilder mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern montiert. Doch das ist noch nicht alles – die Ortsschilder stehen zusätzlich verkehrt herum. Das Ortseingangsschild weist also Richtung Salzgitter, das Ortsausgangsschild Richtung Cramme.
Das hat es mit dem Schild auf sich
Wie der Landkreis Wolfenbüttel auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, habe er über seine Kreisstraßenmeisterei dieses Provisorium als Zwischenlösung angebracht, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Die Ortstafel in Cramme sei zuvor gestohlen worden. Die Beschaffung einer Ortstafel dauere mitunter mehrere Wochen, da es sich um eine Einzelanfertigung handelt. Damit Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Zwischenzeit wissen, dass sie ab dem Standort nur 50 Stundenkilometer schnell fahren dürfen, werde übergangsweise ein sogenanntes Vz 274-50 „zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h“-Schild aufgestellt – für die Gegenfahrtrichtung die entsprechende Aufhebung. Als Träger für diese beiden Verkehrszeichen seien alte Ortstafeln genutzt worden. Verkehrsteilnehmer in Cramme müssen sich also kein neues Verkehrszeichen merken.


