Sie sind hier: Region >

Woche für Vielfalt: Wolfsburg wirbt für Toleranz und Akzeptanz



Wolfsburg

Woche für Vielfalt: Wolfsburg wirbt für Toleranz und Akzeptanz

Im Rahmen der Aktionswoche werden die Vielfalts-Trikots des VfL Wolfsburg offiziell von Lara Dickenmann, VfL-Spielerin und Vertreterin der fünf VfL-Vielfaltsbotschafter, als Spende an die Jugendzentren übergeben.

Michael Meeske (r.) übergibt die Regenbogentrikots an Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Antje Biniek.
Michael Meeske (r.) übergibt die Regenbogentrikots an Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Antje Biniek. Foto: Stadt Wolfsburg.

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Wolfsburg. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Transphobie am heutigen Montag findet auch in diesem Jahr die "Wolfsburger Woche für Vielfalt und Toleranz" statt. Der weltweit als "International Day Against Homophobia" (IDAHO) bekannte Tag wird seit 2005 jedes Jahr am 17. Mai gefeiert. Ziel des Tages war es von Beginn an, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für Lesben und Schwule einzufordern. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich.



In Wolfsburg wird dieser Themen-Tag schon traditionell erweitert auf eine Woche, um in Gänze für Toleranz und Vielfalt in allen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu werben. "Aus pandemischen Gründen wird, wie auch im letzten Jahr, auf ein buntes Rahmenprogramm verzichtet. Dennoch soll die Woche nicht ohne Aufmerksamkeit an uns vorbeiziehen", sagt Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration der Stadt Wolfsburg. Wolfsburger Verbände, Einrichtungen, Betriebe, Vereine und Unternehmen bekennen "Farbe". So auch die Einrichtungen der Jugendförderung des Geschäftsbereiches Jugend der Stadt Wolfsburg.

Wolfsburg ist bunt


Bunte Plakate, in den Farben des Regenbogens, werden anlässlich der Aktionswoche an in den Jugendeinrichtungen der städtischen Jugendförderung aufgehängt. Die Botschaft der Plakate ist eindeutig: Jeder Mensch ist willkommen und zwar zu jeder Zeit. Auch Aufkleber sollen in den Einrichtungen ausgelegt werden. "Für meine Mitarbeiter*innen der Jugendförderung Wolfsburg steht es außer Frage, dass ein jeder Mensch bei ihnen willkommen ist. Aber die Wichtigkeit dieser Woche soll unterstützt werden, in dem auch sie Farbe bekennen und sich für ein weltoffenes, gemeinschaftliches und buntes Miteinander positionieren. Die Plakate sollen Mitarbeitende und vor allem die Besucher*innen anregen, ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und Wissen zu teilen", erläutert Iris Bothe.


Mittlerweile ist das "Queere Netzwerk Wolfsburg" (QNW) entstanden mit Aktiven der AIDS-Hilfe e.V., dem Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg, dem Dialog e.V., der Jugendvertretung von Volkswagen, der Schülervertretung und der städtischen Jugendförderung. Hauptthema dabei war in den letzten Jahren der Aufbau des queeren Jugendtreffs "loud&proud" in Trägerschaft der AIDS-Hilfe e.V. als zentrale Anlaufstelle in Wolfsburg sowie der Transport von Themen in die Wolfsburger Bürger*innenschaft.

"Toleranz und Akzeptanz sollten Rahmenbedingungen der alltäglichen Kommunikation sein. Hier fängt Wirkung bereits an. So ist es wichtig, sich als Mitarbeiter im Kinder- und Jugendbereich zuerst diesem besonders bewusst zu sein. Die Adressaten sind letztendlich die Kinder und Jugendlichen, sei es in der Schule, Zuhause oder in den Freizeiteinrichtungen", so Stadträtin Iris Bothe, die sich besonders über die stadtweite Kooperation vieler Institutionen zu diesem Thema freut.

Regenbogentrikots als Zeichen für Vielfalt und Toleranz



Im Rahmen der Wolfsburger Woche für Vielfalt und Toleranz hat die Stadt Wolfsburg zwei Sondertrikots vom VfL Wolfsburg mit regenbogenfarbenem Volkswagen-Logo übergeben bekommen, als Zeichen des gemeinsamen Engagements für Vielfalt und Respekt in der Gesellschaft. Die beiden Trikots der zwei Bundesligateams des VfL werden in der Bürgerhalle des Wolfsburger Rathauses ausgestellt – gemeinsam mit der von der Stadt Wolfsburg unterzeichneten Charta der Vielfalt, die die Grundlage für das Engagement darstellt.

Seit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat die Stadt zahlreiche Aktionen im Kontext der Charta durchgeführt. "Als Oberbürgermeister und Fußballfan bin ich sehr froh, dass der VfL Wolfsburg gemeinsam mit der Stadt immer wieder Haltung zeigt", sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. "Respekt und Fairness sind wichtige Grundwerte, die es zu schützen gilt. Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung hingegen haben in Wolfsburg keinen Platz."

In enger Zusammenarbeit haben Stadt und VfL bereits unter anderem den Streetkick für Vielfalt und die Wolfsburger Schule für Vielfalt umgesetzt. Zudem positioniert der VfL Wolfsburg sich seit einiger Zeit auch deutlich für Vielfalt und Toleranz im Kontext des Profi-Fußballs. "Wir freuen uns sehr, dass die diesjährigen VfL-Vielfalttrikots beider VfL-Teams künftig in der Bürgerhalle aushängen werden", sagt Michael Meeske, Geschäftsführer des VfL Wolfsburg. "Gemeinsam mit der Stadt setzen wir wiederholt ein öffentliches Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Des Weiteren setzen wir uns im Sinne der Charta der Vielfalt für Chancengleichheit und ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein." Der VfL Wolfsburg hat ebenfalls die Charta der Vielfalt im Jahr 2014 unterzeichnet.

Auch die Stadt Wolfsburg hat bereits viele Aktionen angelehnt an die Werte der Charta der Vielfalt initiiert, unter anderem das Integrationskonzept, die Kinderfreundliche Kommune oder den Gleichstellungsplan 2021-2023, mit dem sich die Stadt zum Ziel gesetzt hat, Frauen bei der Wahrnehmung einer Führungsposition zu fördern. "Die Menschen in unserer Gesellschaft sind vielfältig und bunt – ich empfinde das als eine große Stärke, welche wir in unserem Alltag nutzen sollten. Die Charta der Vielfalt stellt eine entsprechende Selbstverpflichtung für die Stadt Wolfsburg als Arbeitgeberin dar, welche wir wiederaufleben lassen werden", sagt Antje Biniek, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. "Mit den zahlreichen Aktionen und Maßnahmen, wie z. B. dem Gleichstellungsplan oder dem Integrationskonzept, befinden wir uns bereits auf dem besten Weg."



zur Startseite