Sie sind hier: Region >

Über Angebote und Deutschkurse in Goslar informiert



Goslar

Über Angebote und Deutschkurse in Goslar informiert

von Alec Pein


Im Jugendzentrum B6 fand heute eine Inforveranstaltung statt. Ziel war über Aktivitäten, Sprachkurse und Angebote, die von der Stadt Goslar noch in diesem Jahr für Flüchtlinge geplant sind, zu berichten.  Foto: Alec Pein
Im Jugendzentrum B6 fand heute eine Inforveranstaltung statt. Ziel war über Aktivitäten, Sprachkurse und Angebote, die von der Stadt Goslar noch in diesem Jahr für Flüchtlinge geplant sind, zu berichten. Foto: Alec Pein Foto: Alec Pein

Artikel teilen per:

Goslar. Wohin mit unverstandenen Formularen und Briefen? Wohin, um sich in der Freizeit zu mit Sport oder anderem zu beschäftigen oder an Deutschkursen teilzunehmen? Fragen wie diese, sollten heute im Jugendzentrum B6 geklärt werden.



Die städtische Sachbearbeiterin für Flüchtlingsfragen, Galina Gerhart, hatte mit einigen Kooperationspartnern zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die 50 bis 60, überwiegend jungen Flüchtlinge, erhielten Information und direkte Kontaktdaten zu Ansprechpartnern in Goslar. Stadtjugendpfleger Martin Sänger informierte die Anwesenden beispielsweise über das Sportangebot im B6 und gab Kontaktinformationen für mögliche Fragen in seinem Zuständigkeitsbereich weiter. Galina Gerhart klärte auf, an welche Stellen sich Flüchtlinge mit Fragen und Problemen wenden können. Dazu gehören neben ihrer Person in Goslar viele Stellen, über die sie mit Hilfe von zwei Dolmetschern einen Überblick vermittelte. So werde beim Bildungswerk Niedersächsische Wirtschaft (BNW), der Freiwilligen Agentur, der AWO, der Caritas oder der Diakonie Integrationsberatung angeboten. Dort können sich Flüchtlinge mit Formularen und Briefen sowie Fragen und Problemen wenden. Bei den Stellen könne entweder direkt geholfen, oder vermittelt werden. Weiter sollte aber auch darüber informiert werden, wo es Möglichkeiten gibt seine Freizeit zu gestalten. Denn, so Gerhart, viele der Flüchtlinge seien derzeit in einer dreimonatigen Maßnahme, in der sie etwas "über das Leben in Deutschland" lernen. Diese ende aber bald und die Maßnahme allein sei zu wenig, erklärt Gerhart.

Beschäftigung und Sprachkurse




Deshalb müssten weitere Aktivitäten und vor allem auch Sprachkurse angeboten werden. Noch für dieses Jahr ist in dieser Richtung einiges geplant: Zwei Kurse, einen Grundkurs und einen weiterführenden Kurs (A1), will die Stadt selbst anbieten. Potenzielle Teilnehmer gab es bei der heutigen Veranstaltung genug. Auf eine Nachfrage hoben für beide Kurse bis zu 15 Personen die Hand. Mit den Sprachkursen sollen auch Asylbewerber aufgefangen werden, die wegen des Status ihres Herkunftslandes kein Anrecht auf Integrationskurse haben, aufgefangen werden.

In Planung seien zudem weitere Aktivitäten für Flüchtlinge, wie etwa Kochkurse oder Sprachcafés für Frauen. Ziel soll sein, die Menschen sinnvoll zu beschäftigen. Viele warten auf Bearbeitung ihrer Asylanträge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und hängen in der Luft. Denn: Solange der Bleiberechtsstatus nicht geklärt ist, können viele beispielsweise nicht an weiterführenden Kursen teilnehmen.


zur Startseite