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Wolfenbüttel zeigt Schleife!

von Thorsten Raedlein



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30.11.2013


Wolfenbüttel. Am Sonntag ist Welt-AIDS-Tag. Auch die Wolfenbütteler zeigen Schleife und spendeten bereits am Samstag bereitwillig für die AIDS-Hilfe.

Die Braunschweiger AIDS-Hilfe hatte dabei traditionell tatkräftige Unterstützung von zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung. Sie zogen mit Sammelbüchsen durch die Innenstadt und honorierten die Spender mit einer Roten Schleife, dem weltweiten Symbol für die Solidarität mit Menschen, die von der Immunschwächekrankheit betroffen sind. An ihrem Stand in der Fußgängerzone informierte die AIDS-Hilfe über den Schutz vor und über AIDS an sich.

Die AIDS-Hilfe freut sich über das große Engagement in Wolfenbüttel. Durch das große Engagement vieler  Schüler fanden außerdem an Schulen in Wolfenbüttel und im Landkreis von den Schülern selbst organisierte Aktionen rund um den Welt-AIDS-Tag statt. Die bundesweite Kampagne zum Welt-AIDS-Tag will Stigmatisierung und Diskriminierung abbauen und eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung über HIV und AIDS in der Gesellschaft initiieren. „Noch immer gibt es auch in unserer Region Ausgrenzung und Stigmatisierung. Um hier ein großes Stück voran zu kommen, wollen wir ein deutliches Zeichen setzen und in Wolfenbüttel 5000 Rote Schleifen verteilen“, betont Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer der Braunschweiger AIDS-Hilfe.

Der Welt-AIDS-Tag erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Solidarität zu Menschen mit HIV zu zeigen – im Bekanntenkreis, in der Familie aber vor allem auch im Arbeitsleben. Schätzungen zufolge nehmen in Deutschland zwei Drittel aller HIV-Infizierten am Arbeitsleben teil. „Wir alle können etwas dazu tun, dass HIV-Positive, HIV-Negative und Ungetestete positiv zusammen leben. Zum Beispiel, indem wir uns informieren, andere aufklären und der Ausgrenzung von Menschen mit HIV entgegentreten – dafür steht der Welt-AIDS-Tag“, resümiert Hoffmann.

Der Braunschweiger Verein ist auf die Spendengelder angewiesen, denn sie finanzieren sich zu 20 Prozent durch die Einnahmen ­dieser Sammelaktionen. Sie ­haben es sich zur Aufgabe gemacht das noch immer vorpreschende Tabu um HIV und AIDS zu brechen. Deshalb fördern sie Selbsthilfeaktivitäten von infizierten Menschen und ihren Angehörigen, sie werden dabei unterstützt in die ­Öffentlichkeit zu treten und für ihr Rechte einzutreten. Präventionsmaßnahmen sind stetig notwendig um die Aufklärung zu verbessern und Partizipation an der Thematik zu erlangen. ­Zudem bietet der Verein ­Beratungsgespräche, Unterstützung, Begleitung bei Ämter-Angelegenheiten sowie Koordination und Organisation der Versorgung im Krankheits- oder Pflegefall.


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